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Feuerwehren ziehen bei der Ausbildung an einem Strang

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Feuerwehren ziehen bei der Ausbildung an einem Strang – Interkommunale Grundausbildung startet in das dritte Lehrjahr

Brandbekämpfung, Technische Hilfe, Gefahrgutkunde und Staatsbürgerkunde – die Themen bilden nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Lehrplan der dritten interkommunalen Grundausbildung der Feuerwehren im Kreis Recklinghausen.

Am Dienstag, 3. April, wurden die zukünftigen Fachkräfte zu ihrem Dienstantritt von den Leitern der Feuerwehren und Vertretern der Städte bei einer kleinen Feierstunde in der Feuer- und Rettungswache Marl begrüßt.

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Die 32 Brandmeisteranwärter zusammen mit dem ersten Beigeordneten der Stadt Dorsten Lars Ehm, Recklinghausens Beigeordneten Ekkehard Grunwald und den Leitern der Feuerwehren der Städte Marl, Dorsten, Recklinghausen, Castrop-Rauxel und der Werkfeuerwehr RÜTGERS.Foto: Markus Terwellen

„Unser gemeinsames Erfolgsmodell geht in die nächste Runde“, freut sich Rainald Pöter, Leiter der Marler Feuerwehr, zum Start des Ausbildungslehrgangs. Auch in diesem Jahr sind mehrere Feuerwehren des Kreises an der Qualifizierung zum Brandmeister beteiligt.

Wichtiger Bestandteil

Marls Bürgermeister Werner Arndt begrüßt die Kooperation der Wehren: „Die gemeinsame Ausbildung ist von großem Wert und ein hervorragendes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit“. „Einen erfolgreichen Lehrgang“
wünscht der Recklinghäuser Beigeordnete Ekkehard Grunwald den angehenden Einsatzkräften. „Es freut mich sehr, dass unsere Feuerwehren bei der Ausbildung weiterhin an einem Strang ziehen. Die kreisweite Zusammenarbeit erleichtert erwiesenermaßen die Organisation der Ausbildung, bündelt das komplexe Fachwissen und die Kompetenz unserer Feuerwehren und verringert die Belastung der einzelnen Feuerwehr-Standorte während der Ausbildungszeit“, so Grunwald. „Die Feuerwehren sind ein wichtiger Bestandteil unserer Stadtgesellschaften“ sagt der erste Beigeordnete der Stadt Dorsten, Lars Ehm, „und ich freue mich, dass wir interkommunal erfolgreiche Lehrgänge auf die Beine stellen können. Die Brandmeisteranwärterinnen und Brandmeisteranwärter werden in Recklinghausen und Dorsten in den nächsten 18 Monaten eine Menge lernen und mit diesem Wissen später Einsätze fahren und Menschenleben retten können.“

31 Brandmeisteranwärter

Eine Brandmeisteranwärterin und 31 Brandmeisteranwärter der Feuerwehren aus Castrop-Rauxel, Dorsten, Marl, Recklinghausen und der Werkfeuerwehr RÜTGERS umfasst der diesjährige Lehrgang, der aufgrund der Größe in zwei Gruppen unterteilt worden ist. Allein 18 Brandmeisteranwärter schickt die Feuerwehr Castrop-Rauxel ins Rennen.
Unter den 32 Auszubildenden findet sich auch wieder eine Frau, welche die Ausbildung für die Stadt Dorsten absolviert. Erstmals werden auch zwei Brandmeisteranwärter der Werkfeuerwehr RÜTGERS aus Castrop-Rauxel ausgebildet. Federführend für die Ausbildung sind auch in diesem Jahr die Feuerwehren Dorsten und Recklinghausen, sie werden durch Ausbilder der Feuerwehren aus Castrop-Rauxel, Herten, Marl und Haltern unterstützt. „Aufgrund des weiterhin hohen Bedarfs an Brandmeistern finden dieses Mal wieder zwei Lehrgänge parallel statt.
Ein Lehrgang kann maximal 16 Auszubildende umfassen, bei weiteren Teilnehmern ist die Ausbildung in einer Gruppe nicht mehr sinnvoll.
Deswegen zeichnen auch dieses Mal die Feuerwehren Dorsten und Recklinghausen für jeweils einen Lehrgang verantwortlich “ so Andreas Fischer, Leiter der Feuerwehr Dorsten. In den kommenden 18 Monaten durchlaufen alle Brandmeisteranwärter eine qualifizierte Ausbildung in den vielen Facetten dieses Berufsbildes.

15 Auszubildende

Neben der Feuerwehrausbildung erhalten 15 Auszubildende zusätzlich eine rettungsdienstliche Ausbildung zum Rettungssanitäter, die übrigen Anwärter verfügen bereits im Vorfeld über eine entsprechende Ausbildung. „Es wird begonnen mit dem Einmaleins der Feuerwehr:
Schläuche rollen und Brandbekämpfung“, führt Thorsten Schild, der Leiter der Feuerwehr Recklinghausen, aus. „Anschließend folgen unter anderem Atemschutzlehrgang und ABC-Ausbildung.“

Zu den Grundlagen gehören außerdem die Sprechfunker- sowie Realbrandausbildung, die Ausbildung zum Maschinisten für Löschfahrzeuge und die technische Hilfeleistung im Wald – um nur einige Bestandteile der Ausbildung zu nennen. In weiteren Ausbildungsteilen lernen die angehenden Brandmeister dann unter anderem wie eine Drehleiter eingesetzt und bedient wird. Hinzu kommt ein sechsmonatiges Wachpraktikum in der eigenen Dienststelle. Währenddessen machen die Teilnehmer auch den LKW-Führerschein. Es folgen Prüfungsvorbereitungen und im September
2019 dann die Laufbahnprüfung. Insgesamt 50 Ausbilder werden in den nächsten Monaten zum Ausbilderstab der neuen Brandschützer gehören.

 

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