StartGeschichteZeitreise in die Vergangenheit: Heimathaus Hervest präsentiert historische Fotos

Zeitreise in die Vergangenheit: Heimathaus Hervest präsentiert historische Fotos

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Am Dienstagnachmittag, 19. August, öffnete das Heimathaus Hervest seine Türen für eine große historische Bilderschau über den Stadtteil Hervest als Industriestandort. Mehr als 300 Fotografien sowie zahlreiche Dokumente und Karten sind in den kommenden zwei Wochen zu sehen. Die Schau findet im Rahmen des Jubiläums zur kommunalen Neuordnung statt.

Ziel der Ausstellung ist nicht allein die Präsentation der Bilder, sondern auch der gemeinsame Austausch über die Vergangenheit. Darauf wies die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Briefs in ihrer Eröffnungsrede hin: „Es ist wichtig, eine Möglichkeit zu haben, sich gemeinsam über unsere Geschichte und Traditionen auszutauschen. Das Heimathaus hat einen Rahmen geschaffen, in dem Gespräche entstehen und Erinnerungen geteilt werden können. Aussagen wie ‚Ja, daran erinnere ich mich‘ oder ‚Nein, das war ganz anders‘ sind hier ausdrücklich erwünscht.“

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Die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Brief ließ sich die Fotos im Heimathaus Hervest zeigen. Foto: Christian Haug

Aufstieg und Wandel in Hervest

Der Stadtteil Hervest blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Bereits vor Beginn des Kohleabbaus waren dort drei große Unternehmen ansässig: die Dorstener Eisengießerei, die Dorstener Maschinenbauerei sowie Stevens & Schürholz. Um 1900 beschäftigten diese Firmen bereits rund 300 Mitarbeiter. Mit der Entdeckung eines großen Steinkohlevorkommens im Jahr 1899 stieg der Bedarf an Arbeitskräften erheblich. Zwischen 1912 und 1922 entstanden daher rund um die Zeche etwa 700 neue Wohnungen. Innerhalb weniger Jahre wuchs die Bevölkerung von 2.877 auf 6.704 Einwohner.

Mit dem Ende des Bergbaus begann eine schwierige Phase. Viele Arbeitsplätze fielen weg, zudem mussten auch große Betriebe wie die Eisengießerei schließen. Hervest stand vor einem tiefgreifenden Strukturwandel. Ein neu erschlossenes Gewerbegebiet bot Raum für alteingesessene und neue Unternehmen. Auf dem ehemaligen Zechengelände entwickelte sich das CreativQuartier Fürst-Leopold. Darüber hinaus siedelten sich in Hervest Fitnessstudios, große Supermärkte und weitere Dienstleister an.

Besuch im Heimathaus Hervest

Wer die Industriegeschichte von Hervest kennenlernen möchte, hat dazu bis zum 29. August Gelegenheit. Das Heimathaus an der Glück-Auf-Straße 376 ist täglich von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Für größere Gruppen können Führungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten vereinbart werden. Anmeldungen sind unter der Telefonnummer 0176 5443 4163 möglich.

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