StartJugendRotary Club Dorsten verbindet Kulturen – drei junge Geschichten vom Austausch

Rotary Club Dorsten verbindet Kulturen – drei junge Geschichten vom Austausch

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Dorstener Jugendliche, die hinaus in die Welt ziehen – und junge Menschen aus aller Welt, die nach Dorsten kommen: Der Rotary Club macht es möglich. Drei Geschichten zeigen, wie prägend ein Auslandsjahr sein kann.

Lilli zurück aus Argentinien

Für Lilli Mosdzien war der 20. August 2024 ein Einschnitt. Mit 16 Jahren stieg sie ins Flugzeug nach Argentinien und ließ Dorsten für ein Jahr hinter sich. In Totoras, einer Kleinstadt in der Provinz Santa Fe, wurde sie Teil einer Gastfamilie, ging aufs Colegio San José und fand in den Boulevards und auf der zentralen Plaza ein zweites Zuhause.

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Lilly mit einer Bekannten aus Australien, die auch über den Rotary Club nach Argentinien gekommen war. Foto: privat

Sie spielte Hockey im Verein, trank abends Mate mit Freunden und lernte Argentinien auf einer großen Rundreise kennen. „Wir waren 50 Jugendliche, die Fremde waren und am Ende eine Familie wurden“, erzählt sie. Neben Schule und Freundschaften war auch soziales Engagement Teil ihres Alltags: Mit dem örtlichen Interact-Club sammelte sie Flaschendeckel, die später zu Brillenrahmen für Kinder verarbeitet wurden. Zehn Monate später ist sie zurück in Dorsten – und überzeugt: „Ich habe in Argentinien ein zweites Zuhause gefunden.“

Mathildas Aufbruch nach Peru

Während Lilli wieder „Hallo“ sagt, hat Mathilda Schwieren aus Rhade gerade „Adiós“ gesagt. Sie ist 15 Jahre alt, besucht das St. Ursula-Gymnasium und lebt seit Ende Juli in Arequipa, Peru. Für sie beginnt das Abenteuer erst. Ursprünglich standen die USA oder Australien auf ihrer Wunschliste, doch dann inspirierte sie Lillis Erzählung, selbst nach Südamerika zu gehen. Jetzt wohnt sie bei einer Gastfamilie, besucht eine peruanische Schule und ist eingetaucht in eine neue Sprache, eine neue Kultur und eine völlig andere Alltagswelt.

Mathilda auf der Parade in Arequipa: Mathilda Schwieren (15) erlebt in Peru ihr Wunschjahr – ein Abenteuer vor einer Million Menschen. Foto: Rotary Club

Auf einer Parade stand sie gleich zu Beginn mitten im Geschehen – vor Hunderttausenden Menschen in buntem Treiben. Ihre Kamera, ein Kuscheltier und ein Erinnerungsalbum begleiten sie durch die ersten Monate. Die Distanz zur Heimat, auch über Weihnachten, gehört dazu. „Es ist eine riesige Chance, über sich hinauszuwachsen“, sagt sie.

Giordana aus Brasilien in Dorsten

Noch ganz neu in Dorsten ist Giordana aus Capanema in Brasilien. Die 16-Jährige kam vor wenigen Tagen mit dem Koffer am Flughafen Frankfurt an und wohnt nun bei einer Gastfamilie in Dorsten. Ihre Leidenschaften sind Tanz, Literatur und Kunst. In Brasilien hat sie Ballett unterrichtet und im Jugendclub Interact Projekte mitorganisiert. Jetzt freut sie sich darauf, Deutsch zu lernen und gleichzeitig ein Stück brasilianische Kultur einzubringen. „Ich möchte mich einbringen und teilen, was mich ausmacht“, sagt sie – und ihr Lächeln macht deutlich, dass sie es ernst meint.

Giordana bei der Ankunft mit brasilianischer Flagge. Foto: Rotary Club

Drei Geschichten, eine Botschaft

Eine Rückkehr, ein Aufbruch, ein Neubeginn – und alle drei zeigen, worum es beim Rotary-Jugendaustausch geht: nicht nur ein anderes Land zu sehen, sondern ein Stück davon in sich zu tragen. „Wir sind stolz, mit Lilli, Mathilda und Giordana drei junge Menschen zu begleiten, die Mut zeigen, Neues wagen und Freundschaften über Grenzen hinweg schließen“, betont Clubpräsident Rudolf Askemper. Sein Appell an andere Jugendliche ist eindeutig: „Traut euch. Bewerbt euch. Es lohnt sich.“

Infos und Bewerbungen

Weitere Informationen zum Jugendaustausch des Rotary Clubs erhält man per Mail unter📧 [email protected]

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