Dorsten gräbt, pflanzt und gießt. Seit einigen Tagen sind in fast allen Stadtteilen Menschen mit Spaten unterwegs. Der Grund: Die Baumpflanz-Challenge ist in Dorsten angekommen – und sorgt nicht nur für neue grüne Tupfer im Stadtbild, sondern auch für jede Menge Geschichten, die man so schnell nicht vergisst. Dorsten-Online unterstützt die Aktion.
Die Regeln sind simpel. Wer nominiert wird, muss innerhalb weniger Tage einen Baum pflanzen, das Ganze in Bild oder Video festhalten und neue Teilnehmer nominieren. Wer kneift, lädt die Nominierenden zum Grillabend ein. In Dorsten machen aber erstaunlich wenige einen Rückzieher.
Die Oldtimerfreunde Lembeck haben kurzerhand eine Pinie am Busbahnhof gepflanzt. Damit der Baum gut anwächst, bekam er Wasser und – ganz stilecht – einen Schuss vom vereinseigenen Schnaps.
Der Thron des Schützenvereins Dorf Hervest rückte mit einer kleinen Parade an und setzte eine Buche am Friedhof, nicht weit vom „Königspalast“ von Schützenkönig Carsten Bewer.
Auch die Sportvereine geben sich kreativ. Beim Dorstener Tennis Club fiel die Wahl auf eine Birne, nicht zuletzt, weil Trainer Andy Schilasky augenzwinkernd an seine Begrüßung von früher erinnert wurde: „Na du Birne, wie geht’s dir?“
In Deuten pflanzte der örtliche Tennisclub eine Hanfpalme. „Deuten ist eben von der Sonne geküsst“, meinte Vorstand Jan Henning Janowitz mit einem Lächeln.
Die Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen. Der FC Rot-Weiß Dorsten setzte einen Zwergapfelbaum, der Zucht-, Reit- und Fahrverein Dorsten pflanzte ebenfalls tatkräftig, und auch die Feuerwehr Dorsten griff beherzt zum Spaten. Sogar die Sparkasse Vest und der Verein Sag Ja! zu Dorsten packten gemeinsam an und setzten eine Zwetschge am Bonifatius-Kindergarten.
Dorsten wächst zusammen
Das Schöne an dieser Challenge: Sie bringt Menschen zusammen, die sonst selten gemeinsam in der Erde wühlen. Feuerwehrleute, Sportler, Banker, Schützen, Reiter – alle eint die Freude daran, ein Stück Dorsten grüner zu machen.
„Es ist wunderbar zu sehen, wie die Challenge aus dem Netz auf die Straßen und Plätze unserer Stadt überspringt“, sagt Daniel Bosse, Geschäftsführer von Dorsten-Online. „Die Leute graben nicht nur Löcher in die Erde, sie pflanzen auch gute Laune. Und genau das braucht Dorsten gerade.“

Dorsten-Online verschenkt drei Apfelbäume
Auch wir von Dorsten-Online sind nun an der Reihe. Die Firma Nettrek hat uns nominiert. Da wir unsere Redaktion in der historischen Lohnhalle der Zeche Fürst Leopold haben und dort kein Baum wachsen kann, machen wir aus der Not eine Tugend: Wir verschenken drei pflanzfertige Apfelbäume an unsere Leserinnen und Leser.
Wer mitmachen möchte, schreibt schnell eine E-Mail mit dem Stichwort „BAUM“ an [email protected] . Einsendeschluss ist bereits der 27. August 2025, 15 Uhr.
Bedingung ist, dass die Bäume tatsächlich gepflanzt werden. Ein Foto oder Video von der Pflanzaktion als Beweis gehört natürlich dazu.
„Wir wollen, dass die Bäume nicht nur für eine kurzfristige Challenge wachsen, sondern das Zuhause unserer Leser über viele Jahre bereichern“, sagt Daniel Bosse. „So tragen wir gemeinsam dazu bei, dass unsere Stadt ein Stück grüner wird.“
So funktioniert die Baumpflanz-Challenge
- Eine Gruppe oder ein Verein wird nominiert, innerhalb weniger Tage einen Baum zu pflanzen.
- Die Pflanzaktion wird fotografiert oder gefilmt und in den sozialen Medien geteilt.
- Danach nominiert man drei weitere Gruppen oder Vereine.
- Wer nicht mitmacht, lädt als „Strafe“ die Nominierenden zu einem Grillabend oder einer ähnlichen Aktion ein.
Ein Trend, der ganz Deutschland erfasst
Die Baumpflanz-Challenge ist nicht nur ein Dorstener Phänomen. Bundesweit greifen derzeit vor allem Feuerwehren, Sportvereine und Dorfgemeinschaften zu Spaten und Gießkanne. Überall entstehen kleine Pflanzaktionen, die in Videos dokumentiert und mit einem Augenzwinkern in die Welt geschickt werden. Mal ist es eine Eiche, mal ein Apfelbaum, manchmal sogar eine exotische Palme – doch immer geht es um Zusammenhalt, Spaß und Nachhaltigkeit.




























