Der Gedenkstein, der an die Mahnwache der Bergleute der Zeche Fürst-Leopold/Wulfen in den Jahren 1996/97 erinnert, hat einen neuen, weithin sichtbaren Standort erhalten. Ab sofort steht er neben dem Eingang der denkmalgeschützten Maschinenhalle an der Halterner Straße. Damit ist er für Besucher deutlich präsenter als zuvor.
Der Stein trägt eine von der Künstlerin und Dorstener Ehrenbürgerin Tisa von der Schulenburg entworfene Plastik. Die Ordensfrau, die in Dorsten als Ursuline lebte, war vielen Menschen besser bekannt unter ihrem Ordensnamen Schwester Paula. So nannten sie auch die Bergleute. Mit ihrer Kunst setzte sie sich Zeit ihres Lebens für soziale Themen und für die Würde der Arbeit ein.
Die Plastik erinnert an die fast ein halbes Jahr dauernde Mahnwache. Damit protestierten die Bergleute damals gegen die drohende Schließung des Bergwerks. Tag und Nacht hielten sie an der Halterner Straße Wache, unterstützt von unzähligen Dorstener Bürgerinnen und Bürgern. Trotz bundesweiter Aktionen konnten sie das Ende des Steinkohlenbergbaus in Dorsten jedoch nicht verhindern.

Neuer Ort für den Gedenkstein
Damit die Erinnerung an diesen Einsatz lebendig bleibt, wurde der Gedenkstein nun an einen prominenteren Ort gebracht. Mit schwerem Gerät und unter tatkräftiger Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Hervest I konnte der Stein vom bisherigen Fundament gelöst und sicher an seinen neuen Platz transportiert werden.
Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung zwischen der Industriedenkmalstiftung als Eigentümerin der Maschinenhalle und der Tisa-Stiftung. Vor Ort für die Tisa-Stiftung waren Geschäftsführerin Josefine Jordan und Vorstandsmitglied Michael Sagenschneider.

„An seinem neuen Standort wird der Gedenkstein von den vielen Besuchern der Halle deutlich besser wahrgenommen als bisher“, erklärte Manfred Wissing, Vorsitzender des Bergbauvereins. „Und das ist wichtig, denn so bleibt das damalige Engagement der vielen tausend Dorstener Bürger und Bergleute sichtbar, die mit ihrer Mahnwache ein starkes Zeichen gegen Arbeitsplatzabbau und wirtschaftliche Rezession in Dorsten gesetzt haben.“
Mit der neuen Platzierung erhält der Gedenkstein den ihm gebührenden Rahmen – als Mahnmal für den Verlust des Bergbaus in der Region und zugleich als Zeugnis für Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt in schwierigen Zeiten.




























