Feuchte Keller und nasse Wände gehören für viele Hausbesitzer im Marienviertel zu den größten Sorgen. Um dieses Problem dauerhaft in den Griff zu bekommen, will der Lippeverband das bestehende Grundwasserabsenkungssystem komplett erneuern. Welche Maßnahmen konkret geplant sind, erfahren Anwohner am Dienstag, 2. September, ab 18 Uhr bei einer Informationsveranstaltung im Gemeindesaal der Freien Christengemeinde Dorsten (Am Holzplatz 4).
„Das alte System arbeitet seit Jahren zuverlässig, kommt aber mittlerweile an seine Grenzen. Mit dem Neubau wollen wir den Stadtteil langfristig vor Schäden durch zu hohes Grundwasser schützen“, heißt es seitens des Lippeverbandes.
Neues System im Marienviertel
Das bisherige System hält das bergsenkungsbedingt angestiegene Grundwasser rund 50 Zentimeter unterhalb der Kellersohlen. Trotz regelmäßiger Brunnenpflege reicht die Leistung inzwischen nicht mehr aus. Deshalb soll ein völlig neues Konzept umgesetzt werden:
- Im Straßenbereich des Marienviertels entstehen tief liegende Drainagen, die das Grundwasser ableiten.
- Ein neues Pumpwerk im Marienviertel transportiert das Wasser anschließend in den Blauen See.
- Zusätzlich wird im Bereich südlich des Nöttenkamps die alte Wienbach-Trasse genutzt, um überschüssiges Wasser in den Hammbach zu leiten.
Für die Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet das: Auf längere Sicht weniger Risiko für feuchte Keller, während in der Bauphase allerdings auch Beeinträchtigungen im Viertel zu erwarten sind.
Hintergrund: Der Lippeverband
Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das nach dem Genossenschaftsprinzip arbeitet. Zu den Kernaufgaben zählen Abwasserentsorgung, Hochwasserschutz und Gewässerentwicklung. Darüber hinaus kümmert sich der Verband in Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Mitglieder sind derzeit 155 Kommunen und Unternehmen. Weitere Infos: www.eglv.de.




























