Ein Hauch von Schottland wehte am Samstagabend durch das Cornelia-Funke-Baumhaus. Mit Alan Reid gastierte dort eine Ikone des Folk. Der Sänger, Musiker und Songwriter blickt auf mehr als 40 Jahre Bühnenerfahrung zurück und gehört zu den prägenden Stimmen der internationalen Folkszene.
Alan Reid war Gründungsmitglied der legendären „Battlefield Band“, mit der er über Jahrzehnte weltweit unterwegs war. Seit seinem Ausstieg im Jahr 2010 ist er als Solokünstler auf den Bühnen Europas und Nordamerikas präsent. In Dorsten zeigte er, warum er bis heute so viele Menschen begeistert: Mit eindringlichen Texten, kraftvollem Gesang und einer Bühnenpräsenz, die zugleich herzlich und humorvoll ist.

Zwischen seinen Liedern erzählte Alan Reid kleine Geschichten – mal über die Entstehung einzelner Songs, mal über Begegnungen auf Tour. Überraschend oft griff er dabei sogar zur deutschen Sprache, was beim Publikum für viel Sympathie sorgte. Besonders bewegend war sein Stück „Rough Diamonds“, das vom Ende des Kohleabbaus in Ost-Edinburgh handelt. „Es geht nicht nur um die Männer, die Tag für Tag in die Gruben hinabgestiegen sind“, erklärte Reid, „sondern auch um ihr Leben nach dem Ende der Kohle.“ Ein Thema, das auch im Ruhrgebiet auf offene Ohren stieß.
Das Konzert wurde so zu einer Reise in die schottische Folk-Welt – voller Emotion, Melancholie und Geschichten von Heimat, Träumen und Herzschmerz. Am Ende war klar: Dieser Abend wird den Dorstenern noch lange in Erinnerung bleiben.




























