31 Fragen stellen wir an die Bürgermeisterkandidaten in Dorsten. Weiter geht es mit der Frage 25 an die Kandidaten: Wie würden Sie reagieren, wenn zentrale Projekte keine politische Mehrheit finden? Überzeugen, anpassen oder weitermachen?
Im Herbst 2025 wird in Dorsten ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Sechs Kandidaten stellen sich zur Wahl, mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, politischen Ausrichtungen und persönlichen Vorstellungen.
Es antworten:
- CDU – Tobias Stockhoff, amtierender Bürgermeister
- SPD – Julian Henning Fragemann
- Bündnis 90/Die Grünen – Claas Römer
- AfD – Jürgen Chmielecki
- Die PARTEI – Boris Benkhoff
- Die LINKE – Maurice Fröhlich

Tabus und unbequeme Wahrheiten
Wie würden Sie reagieren, wenn zentrale Projekte keine politische Mehrheit finden? Überzeugen, anpassen oder weitermachen?
Tobias Stockhoff

„Das kommt auf den Einzelfall an. Die Kunst von Politik ist es ja eben, möglichst viele unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bekommen, um für eine Lösung oder eine Strategie eine Mehrheit zu finden. „Überzeugen“ funktioniert nicht, wenn die Kritik berechtigt ist.
„Weitermachen“ ist keine Option, wenn es dafür keine Mehrheit gibt. „Anpassen“ bleibt als Königsweg, wenn offenbar noch nicht alle Interessen sorgfältig genug gegeneinander abgewogen wurden, um Kompromiss und Konsens zu erzielen.“
Julian Henning Fragemann

„Das Beste daraus machen. Es gibt immer einen Plan B.“
Claas Römer

„Ich finde es in solchen Fällen wichtig, mit allen demokratischen Fraktionen zu sprechen und Kompromisse auszuloten.
Kommt für ein Projekt keine Mehrheit zustande, dann wird es überarbeitet und später noch einmal ─ verbessert und weiterentwickelt ─ eingebracht“.
Jürgen Chmielecki

„Oft gibt es Themen, die über die Entscheidungsbefugnis des Bürgermeisters oder die Stadt oder das Land NRW hinausgeht.
Bei Themen, wo dem Bürgermeister oder die Stadt die Hände gebunden sind, werde ich werde ich dem Bürger die Entscheidung der übergeordneten Stelle mitteilen. ich werde aber weiterhin versuchen, die übergeordneten Stellen davon zu überzeugen, dass die politische Thematik der Stadt Dorsten, für die Bürger immens wichtig ist“
Boris Benkhoff

„Eine gesunde Mischung aus bunte Tüte Klümpchen (ohne Lakritz) und neunschwänzige Bullenpeitsche“.
Maurice Fröhlich

„Das ist die schöne deutsche Demokratie! Hier muss mit Argumenten eine Mehrheiten gefunden werden. Wenn ich keine politische Mehrheit finde, dann waren meine Argumente nicht gut gewesen.“
Morgen stellen wir die Frage 26: Wie würden Sie reagieren, wenn zentrale Projekte keine politische Mehrheit finden? Überzeugen, anpassen oder weitermachen?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.




























