Eine musikalische Erstaufführung erlebt man nicht oft, vor allem nicht in Dorsten. Doch am Samstagabend führte das Sinfonieorchester “confido camerata” zum ersten Mal ein modernes Klassikwerk im deutschen Raum auf.
Die “Nocture” vom walisischen Komponisten Huw Watkins feierte 2002 ihre Premiere und wurde heute in der Horn- und Kammerorchester Version aufgeführt. Durch den Abend führte der Dirigent und musikalische Leiter Wolfgang Endrös.
Auch weitere legendäre Klassik-Stücke hatte „confido camerata“ im Gepäck. Die zwei Riesen der Wiener Klassik, Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Strauss, waren ebenfalls Teil des Abendprogramms. “Besonders bemerkenswert sind nicht nur die Klangwelten, sondern auch das Thema des Sinfonie. Am Anfang fühlt sich das Stück an wie ein entspannter Traum, doch mit der Zeit wird es immer unruhiger. Das Stück baut sich über die Zeit fast schon zu einem Alptraum auf”, berichtet Dirigent Wolfgang Endrös über Mozarts 40. Sinfonie.
Ein Instrument stand im Mittelpunkt des Abends: Das Horn als Bindeglied zwischen Holz- und Blechblasinstrumenten. Die gefragten Hornisten Michael Chan Wong und Michael Hielscher ergänzten das Orchester und sorgten für mehrere Gänsehautmomente.
Der Abend zeigte, dass klassische Musik auch heutzutage wertgeschätzt wird. Die Nocturne von Huw Watkins erschafft frische Klangbilder und bewahrt dennoch die klassische Musiktradition. Das Stück steht sinnbildlich für eine ständige Veränderung. Die Klassik bleibt nicht stehen, sondern entwickelt sich nach vielen Jahrhunderten immer weiter.




























