Auf einer Baustelle an der Straße „Im Gorden“ ist am Samstagvormittag (20. September) ein Baukran in einen Rohbau gestürzt. Wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte, wurde die Dorstener Wehr um 11.20 Uhr alarmiert. Der Kran hatte aus bislang ungeklärter Ursache den Halt verloren und kippte seitlich in das entstehende Wohngebäude.
Glück im Unglück: Verletzt wurde niemand. Da der umgestürzte Kran im Inneren des Rohbaus stabil zum Liegen kam, konnten die Einsatzkräfte den Bereich nach kurzer Zeit wieder verlassen. „Der verantwortliche Bauunternehmer kümmert sich nun um alle weiteren Schritte“, hieß es von der Feuerwehr. Wie stark der Unfall das Mehrfamilienhaus im Rohbau beschädigt hat, ist noch unklar.

Bauprojekt für bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum
Bei dem betroffenen Gebäude handelt es sich um Teil eines geförderten Wohnungsbauprojekts, das der Kreis Recklinghausen im März 2025 offiziell auf den Weg gebracht hat. Mit 7,15 Millionen Euro Fördermitteln unterstützt der Kreis den Bau von 28 Mietwohnungen an der Straße „Im Gorden“. Landrat Bodo Klimpel überreichte damals die Förderbescheide an die Geschäftsführer der KD-Komplettbau GmbH, Katharina und Daniel Maryschka.

Die zwei neuen Wohnhäuser – „Im Gorden 121“ mit 18 Wohnungen und „Im Gorden 129“ mit zehn weiteren Einheiten – sollen insgesamt rund 2.000 Quadratmeter Wohnfläche bieten. Das Gesamtvolumen des Projekts liegt dabei bei rund acht Millionen Euro.
Besonderen Wert legen die Planer auf ein nachhaltiges Energiekonzept. Die Gebäude entsprechen dem sogenannten Netto-Null-Standard. Eine Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage deckt den kompletten Energiebedarf für Heizung und Warmwasser.

Beitrag zur Wohnraumförderung
Landrat Klimpel betonte bei der Übergabe der Förderbescheide, wie wichtig es sei, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen: „Wohnraum ist mittlerweile ein knappes Gut, bezahlbaren Wohnraum zu finden, stellt eine große Herausforderung dar.“
Die Fördermittel stammen aus einem Programm der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, das vor allem Familien mit geringerem Einkommen den Zugang zu modernen und zugleich bezahlbaren Wohnungen ermöglichen soll. Neben der finanziellen Förderung werden dabei energetische Effizienz und Barrierefreiheit vorausgesetzt.

Trotz des Zwischenfalls mit dem Baukran sehen die Verantwortlichen in dem Projekt weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von nachhaltigem Wohnraum im Kreis Recklinghausen. Wann die Bauarbeiten nach dem Unfall fortgesetzt werden können, ist derzeit allerdings noch offen.




























