MalleMama aus Dorsten, das ist Nicole Passloer aus Östrich. Die 39-Jährige steht plötzlich als Partyfigur auf der Bühne, singt ihren ersten eigenen Song und will vor allem Mütter zum Feiern bringen. Angefangen hat alles mit einer spontanen Idee, einem Lied für DJ Peter Sutrop und ziemlich viel Herzklopfen vor dem ersten Auftritt.
MalleMama Nicole Passloer aus Dorsten startet auf dem Schützenfest
„Mein Name ist MalleMama, alias Nicole. Ich bin 39 Jahre alt, fast 40, und ich komme aus Dorsten-Östrich.“ So stellt sich die neue Partyfigur aus Dorsten vor. Ganz ohne großes Musikbusiness im Rücken, dafür mit viel Lust auf Musik, Stimmung und Menschen, die gemeinsam feiern.
Ihren ersten großen Auftritt hatte die MalleMama aus Dorsten in diesem Jahr auf dem Schützenfest in der Feldmark. Für Nicole war das ein besonderer Moment. „Ich hatte Riesenbammel. Es war mein allererster Auftritt vor so vielen Leuten. Ich bin noch nie vorher aufgetreten“, erzählt sie.
Dann sei sie auf die Bühne gegangen, habe sich vorher „ein Bier getrunken“, und plötzlich sei alles da gewesen. „Es war einfach meine Zeit. Ich habe mich so frei gefühlt, es hat so Spaß gemacht. Und ich bin dann einfach MalleMama.“

Nicole Passloer – Von der Zahnarztpraxis zur Partymusik
Beruflich hat Nicole eigentlich mit Musik nichts zu tun. „Ich bin zahnmedizinische Fachangestellte“, sagt sie. Der Weg auf die Bühne kam eher ungeplant. Texte habe sie schon früher geschrieben, aber nie jemandem gezeigt.
Der entscheidende Schubs kam durch DJ Peter Suttrop. „Das kam aus der Laune heraus. Ich habe früher schon Texte geschrieben, habe die aber nie irgendjemandem gegeben. Und jetzt kam irgendwie der Moment durch Peter Suttrop, dem ich einfach ein Lied geschickt habe. Der hat gesagt: Nicole, das wird ganz geil. Also habe ich weitergemacht.“
Musik begleitet Nicole schon lange. „Eigentlich interessiere ich mich schon mein Leben lang für Musik. Ich tanze total gerne.“ Früher sei sie eher auf der House- und Trance-Schiene unterwegs gewesen. „Und mit dem Alter kam die Malle-Musik“, sagt sie und lacht.

Warum die Mütter mitfeiern sollen
Partymusik, Schlager und Malle-Sound sind für Nicole mehr als nur gute Laune. Es geht ihr auch um ein Lebensgefühl. „Ich liebe es einfach. Ich liebe Partymusik, Schlager, Malle-Musik. Ich liebe es, wenn die Leute zusammen feiern.“
Vor allem eine Gruppe hat sie dabei im Blick: die Mütter. „Ich finde es manchmal sehr schade, dass die Mütter so ein bisschen auf der Strecke bleiben. Und deshalb habe ich mir gedacht: Das ist jetzt deine Chance. Du animierst jetzt die Mütter, mit dir zu feiern. Und deswegen, ja, hier bin ich.“
Nicole weiß, wovon sie spricht. Sie hat drei Kinder. Ihre älteste Tochter wird 19 und sei selbst gerne „Malle unterwegs“. „Ich glaube, die findet das ganz gut“, sagt Nicole. Die 16-jährige Tochter sehe die Sache etwas vorsichtiger. „Die ist eher so ein bisschen verhalten und sagt: Oh Gott, Mama, was machst du da eigentlich?“ Die Jüngste dagegen ist Fan. „Meine jüngste Tochter ist sieben Jahre alt und die liebt es. Die spielt das Lied den ganzen Tag rauf und runter, die hört den ganzen Tag Ballermann-Radio und die findet das total klasse.“
Erster Song heißt „Malle-Mamas What the Fuck“
Aktuell gibt es von der MalleMama aus Dorsten einen eigenen Song. Er heißt „MalleMamas What the Fuck“. Weitere Titel seien bereits in Planung. Für Auftritte will Nicole nicht nur Playback machen. „Ich werde jetzt einige Songs selber einsingen, auch einfach covern, weil meine Playlist noch gar nicht so lang ist. Es werden aber definitiv auch eigene Songs dazu kommen.“
Buchungen kann sie sich gut vorstellen. Ob Schützenfest, Party oder vielleicht irgendwann sogar Mallorca, Nicole wäre bereit. „Definitiv. Ich bin auf jeden Fall dabei.“

DJ Peter Suttrop als Mentor und Freund
Eine wichtige Rolle auf diesem neuen Weg spielt DJ Peter Suttrop. Nicole und er kennen sich schon länger. „Der Peter ist wirklich ein sehr, sehr guter Freund geworden. Wir kennen uns jetzt schon ein paar Jährchen.“
Die Verbindung hat auch eine sehr dorstenerische Pointe: Suttrop ist Patient bei Nicole. „Er sagte, ich hätte ihm öfter in den Mund geguckt als seine Frau“, erzählt sie lachend. „Dadurch, dass er ja bei mir Patient ist. Das ist total witzig.“
Wenn sie irgendwo auftauche, sage er inzwischen: „Da kommt die MalleMama. Wenn ihr eine Zahn-Krone braucht, dann meldet euch bei ihr.“ Aus dem Spaß sei längst Unterstützung geworden. „Er ist mittlerweile wie eine Vaterfigur, mein Mentor. Er gibt mir die Ratschläge, er sagt, was ich machen soll, was ich bleiben lassen soll. Und dafür bin ich ihm sehr, sehr dankbar.“
Manager wolle Suttrop aber nicht werden. „Das hat er gerade schon gesagt, macht er nicht. Er bleibt einfach mein bester Freund.“
Malle Mama aus Dorsten mit Herz für die Heimat
Bei allem Spaß bleibt für Nicole eines wichtig: die Verbindung zu Dorsten. Ihr Auftritt ist für sie keine Show ohne Bodenhaftung, sondern etwas Persönliches. Wie am Freitag beim Sommerfest der AWO für Menschen mit Handicap. „Ich freue mich, heute hier zu sein, mit den Leuten zu feiern. Es macht so mega Spaß. Für mich ist das eine Herzensangelegenheit. Dorsten hält zusammen.“
Und genau das merkt man ihr an. Die MalleMama aus Dorsten ist keine glattgebügelte Kunstfigur aus dem Partykatalog. Sie ist Nicole aus Östrich, Mutter von drei Kindern, zahnmedizinische Fachangestellte, Partymusik-Fan und jetzt eben auch Sängerin. Eine, die mit Hut, guter Laune und einem ersten eigenen Song loszieht, um andere mitzunehmen.
Oder, wie sie selbst sagt: „Ich liebe es, wenn die Leute zusammen feiern.“




























