Dorsten war am Freitag für ein paar Stunden die Kultur-Hauptstadt der Region. Eine Fotoausstellung im Bürgerbahnhof, die Dorstener Big Band an der Oude Marie und eine neue Ausstellung im Kulturraum franz. Künstlerin Marianne Goldbach präsentierte ihre neuen Druck- und Papiergrafiken. Moderator Wolfgang Schäfer führte durch den Abend.
Seit über 30 Jahren stellt Marianne Goldbach ihre Kunst aus. Dass Sie ausgerechnet nach Dorsten kam, geht auf Bernd Saalfeld zurück. „Ich habe vor ein paar Jahren auf der Druckgrafikmesse in Borken teilgenommen. Dann kam Herr Saalfeld auf mich zu und fragte, ob ich Lust hätte, im franz auszustellen. Dann habe ich mich beworben und mein Portfolio wurde angenommen. Das hat mich sehr sehr gefreut“, berichtet Marianne Goldbach.
„Große Vielfalt an Kultur ist wichtig.“
Gleich drei verschiedene Kultur Highlights fanden zeitgleich in Dorsten statt. Trotzdem füllte sich schon vor dem Beginn der Vernissage der Kulturraum in der Dorstener Altstadt. Schon beim Eintreten sah man eine große Vielfalt and Formen und Farben. Nicht nur Gemälde wurden ausgestellt, sondern auch Papierobjekte mit lebendigen, reliefartigen Strukturen.

Bevor die vielen Gäste die Kunst bestaunen konnten, meldete sich kurz der stellvertretende Bürgermeister Julian Fragemann zu Wort: „Es freut uns, dass so eine große Vielfalt an Kunst und Kultur in Dorsten ausgestellt wird. Man erkennt in dieser Ausstellung Strukturen und Details, die erst auf dem zweiten Blick deutlich werden. So wie es oft im Leben ist. Dinge werden heute manchmal nur flüchtig wahrgenommen, diese Ausstellung ist das genaue Gegenteil davon.“
Kreise als Seifenblasen, Gitter als Fenster
Seit über 37 Jahren kreiert Marianne Goldbach Kunst aus Siebdruck. Sie beschreibt ihre Kunst als moderne, abstrakte Kunst mit minimalistischen Einflüssen: „Ich arbeite gerne mit Kreisen, Quadraten und ovalen Strukturen. Ich komme immer wieder darauf zurück, auch wenn ich etwas anderes ausprobieren möchte. Ich drucke dann immer mehrere Platten und Farben übereinander, dadurch entsteht die Tiefe. Das ist die sogenannte Aquatinta-Technik.“

Das Besondere: Erst kommen die Formen, dann die Titel. „Ich habe immer Serien, die sich mit der Zeit entwickeln. Erst kommt immer die Idee einer Form, dann schaue ich, in welche Richtung ich gehen will und wie man es interpretieren kann. Kreise werden zu Seifenblasen, Linien und Gitter zu Fenstern. Aber wie ich daran gehe, verändert sich immer. Jetzt experimentiere ich zum Beispiel wieder mit neuen Techniken.“















































