Abendsonne, laue Sommerluft und Musik auf der Schützenwiese Dorsten-Hardt: Am Freitagabend feierten Bewohnerinnen und Bewohner der AWO-Wohnstätte für betreutes Wohnen einen besonderen Partyabend unter freiem Himmel. DJ Peter Suttrop, sein Team, der Schützenverein Hardt und viele weitere Helfer machten den Abend möglich.

Musik, Tanz und viel Applaus auf der Schützenwiese
Auf der Schützenwiese Hardt war am Freitagabend schnell klar: Diese Party war nicht nur zum Zuhören gedacht. Viele Bewohner der AWO hatten sich für den Abend herausgeputzt, tanzten vor der Bühne, sangen mit und zogen bei der Polonaise über den Platz.
Der Dorstener DJ Peter Suttrop sorgte mit seinem Team für die Musik. Für viele Gäste ist er kein Unbekannter. Bereits während der Coronazeit hatte Suttrop mit seinen „Balkonkonzerten“ für Abwechslung gesorgt. Damals spielte er für Bewohner, die wegen der Pandemie auf vieles verzichten mussten. Am Freitagabend stand er wieder am Mischpult, wieder unter freiem Himmel, mit Bühne, Mikrofon und viel Bewegung vor ihm.

Das Motto hätte „Gut aufgelegt“ heißen können. Oder, wie es an diesem Abend gut gepasst hätte: „DJ Peter sucht den neuen Dorstener Superstar“. Denn wer wollte, durfte selbst zum Mikrofon greifen. Lieblingssong an, Playback läuft, Auftritt frei.
Lena singt Abba und feiert mit ihren Eltern
Zu den Gästen gehörte auch die 28-jährige Lena. Sie wohnt erst seit einigen Wochen im betreuten Wohnen und feierte von Beginn an kräftig mit. Begleitet wurde sie von ihren Eltern, denn auch Angehörige waren zu der Party eingeladen.

Als ein Abba-Song lief, war Lena sofort dabei. Mit viel Hingabe sang sie mit. Ihre Mutter erzählte, Lena sei schon seit ihrer Kindheit ein großer Abba-Fan und kenne viele Lieder auswendig. „Ich finde die Feier super. Es ist für alle etwas dabei, und die Stimmung ist toll“, sagte Lena Mutter.
Solche Partys für Menschen mit Handicap gebe es nicht oft. Gerade deshalb sei es wichtig, dass an diesem Abend vieles möglich gemacht worden sei. Auch für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer habe der Platz gepasst. „Hier wird versucht, alles für alle möglich zu machen“.
Schützenverein Hardt packt mit an
Damit auf der Schützenwiese gefeiert werden konnte, brauchte es nicht nur Musik. Der Schützenverein Hardt unterstützte die Veranstaltung mit Platz, Zelt, Tischen, Bänken und vielen helfenden Händen. Auch am Grillstand wurde angepackt.

Dort stand unter anderem Lutz Wolthaus, amtierender König von Gahlen 2026. Er war gekommen, weil ihn sein Freund Peter Suttrop gefragt hatte, ob er wie schon im vergangenen Jahr mithelfen wolle. „Ich finde es mega“, sagte Wolthaus. Vor drei Jahren sei die Idee schon einmal Thema gewesen. Seitdem sei er dabei. Die Veranstaltung sei für ihn „wunderbar gelungen“.

Mit einem Augenzwinkern ließ sich auch festhalten: Die Würstchen kamen an diesem Abend aus königlicher Hand. Wolthaus nahm es gelassen. Das könne man auf jeden Fall so sagen, meinte er. Noch dazu habe das Grillteam Unterstützung von Jonas Spickermann, dem amtierenden Stadt-Kaiser von Dorsten, bekommen. Auch seine Königin Anna Bomm war dabei. Die Hardter und die Gahlener gingen an diesem Abend Hand in Hand.

T-Shirt von MalleMama bringt 150 Euro
Für zusätzliche Unterhaltung sorgte Jan Anscheit. Er versteigerte unter anderem ein T-Shirt von Dorstens neuer Partysängerin MalleMama alias Nicole aus Östrich für einen guten Zweck. Die Versteigerung kam bei den Gästen gut an. Am Ende ging das T-Shirt für 150 Euro an den Mann.
Später griff MalleMama selbst zum Mikrofon. Mit ihrem Song „What the Fuck“ brachte sie noch einmal ordentlich Bewegung auf die Schützenwiese. Viele Gäste klatschten mit, andere sangen mit oder tanzten weiter vor der Bühne.

Peter Suttrop: „Das geht mir richtig ans Herz“
Für Peter Suttrop war der Abend erkennbar wichtig. Viele der Bewohner kennen ihn noch aus der Zeit der Balkonkonzerte. Am Freitagabend sah er erneut direkt vor sich, wie viel Freude Musik auslösen kann. „Ich finde es heute komplett genial. Die Menschen sind so begeistert. Das geht mir richtig ans Herz, was hier heute passiert ist“, sagte Suttrop.
Er machte zugleich deutlich, dass eine solche Veranstaltung nur mit Unterstützung möglich sei. „Vielen Dank an alle, die uns geholfen haben. So eine Veranstaltung macht man nicht alleine. Ein großes Dankeschön an die Firmen, den Schützenverein und die vielen weiteren Helfer, die heute dabei waren. Einfach fantastisch. Mir geht das Herz auf. Danke.“

Auf der Schützenwiese Hardt wurde danach weiter bis 22 Uhr getanzt, gesungen und gelacht. Für die Bewohner der AWO war es ein Fest, bei dem sie selbst im Mittelpunkt standen: mit ihren Liedern, ihren Auftritten und ihrer Freude am Feiern.





































































