Donnerndes V8-Brummen, glänzende Motorhauben und der Duft von Benzin und Grillwürstchen: Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Fürst Leopold hat sich am Sonntag erneut die US-Car-Szene aus NRW getroffen. Zwischen Backsteinfassaden und Fördertürmen verwandelte sich das Areal für einen Tag in ein amerikanisches Autoparadies.
Dabei waren die Vorzeichen am Morgen alles andere als ideal: Die Wetterprognosen kündigten Regen an, und so mancher Besitzer ließ seinen Wagen lieber in der Garage. Doch wer sich nicht abschrecken ließ, wurde mit einem abwechslungsreichen Treffen belohnt, das längst fester Bestandteil des regionalen Veranstaltungskalenders ist – und mittlerweile auch zahlreiche Gäste aus den Niederlanden anzieht.

Jan Boer: Pickup-Fan mit Geschichte
Einer von ihnen: Jan Boer. Der Niederländer ist ein echtes Urgestein, wenn es um amerikanische Pickups geht. Seit 1997 fährt er die massigen Fahrzeuge – sein erster war ein Chevrolet Pickup, den er ganze elf Jahre lang besaß. Heute rollt er mit einem Dodge Ram 6,7-Liter-Diesel aufs Gelände, den er seit fast zwölf Jahren sein Eigen nennt. Zuvor hatte er ein älteres Ram-2500-Modell, das er jedoch aufgrund verschärfter Umweltauflagen nicht mehr in seiner Stadt bewegen durfte.

„Transportmittel und Abenteuer zugleich“
„Für mich sind diese Fahrzeuge mehr als nur Transportmittel – sie sind Lebensgefühl und Abenteuer zugleich“, sagt Boer, während er die Haube seines Ram abwischt. „Anfangs haben sie in Polen über meinen großen Truck gelacht. Aber im Gelände hat er alle überzeugt. In den Dünen ist er sogar komfortabler als ein Jeep, auch wenn enge Passagen natürlich schwieriger sind.“

Vom US-Car Pickup zum Camper
Mit dem Eintritt in den Ruhestand hat Boer seinen Ram weiter aufgerüstet: Vor vier Jahren gönnte er sich eine abnehmbare Wohnkabine und verwandelte den Pickup in ein mobiles Zuhause. Seitdem war er mit dem Fahrzeug nicht nur in Griechenland und mehrfach in Polen, sondern sogar in der Wüste Tunesiens unterwegs. Für besonders anspruchsvolle Offroad-Abenteuer besitzt er zusätzlich einen Jeep – mit dem hat er schon Portugal, Spanien und Italien auf Schotterpisten und Sand getestet.

Treffpunkt für echte US-Car-Fans
Dass die Leidenschaft für US-Cars keine Grenzen kennt, zeigt sich bei diesem Treffen einmal mehr. Ob Klassiker aus den 50ern, moderne Muscle Cars oder eben kernige Pickups – auf Fürst Leopold ist Platz für alle, die Benzin im Blut haben. Und für Jan Boer ist klar: Solange sein Ram läuft, wird er mit dabei sein.





























