Fast neun Jahre nach ihrer ersten Lichtshow am Dorstener Bahnhof kehrt das Künstlerduo Project:Flow dorthin zurück. Am Samstag, 27. September 2025, um 19.45 Uhr, kurz nach Sonnenuntergang, wird das Hauptgebäude des frisch restaurierten Bürgerbahnhofs erneut zur riesigen Leinwand.
Guido Harding und Dr. Stefan C. Maus, die kreativen Köpfe hinter Project:Flow, haben sich dafür mit Techniker Dennis Klein-Erwig (DK-Showtechnik) verstärkt. „Nach dem Startschuss der Bahnhofsrestaurierung 2016 war uns sofort klar: Wenn der Bürgerbahnhof fertig ist, wollen wir ihn noch einmal in ganz neuem Licht zeigen“, sagt Harding.
Von der Einstimmung 2016 zum neuen Schmuckstück 2025
Bereits am 12. November 2016 hatte Project:Flow den damals noch verfallenen Bahnhof illuminiert. Damals diente die künstlerische Aktion dazu, die Bürgerschaft auf die geplante Restaurierung einzustimmen und sie in die Konzeptentwicklung einzubeziehen. „Jetzt, wo der Bürgerbahnhof zu einem echten Schmuckstück Dorstens geworden ist, können wir das Versprechen von damals einlösen, mit einer technisch unvergleichbar höheren Qualität“, so Maus.

Zwei Filme mit eigens komponierter Musik
Für die neue Inszenierung hat das Trio zwei rund sechs Minuten lange Filme produziert, unterlegt mit eigens komponierter elektronischer Musik. Die Sequenzen laufen in sich wiederholenden Blöcken über 75 Minuten. „Wir wollen die Faszination der Eisenbahn spürbar machen, nicht nur für Eisenbahnfreunde, sondern für alle, die sich von Bildern und Musik mitreißen lassen wollen“, erklärt Klein-Erwig.
Die Filme zeigen eine Mischung aus optisch ansprechenden, kurzweiligen Szenen und auf den Ort abgestimmten Visuals. „Es geht uns um Unterhaltung, aber auch um das Staunen, das dieser Ort verdient“, ergänzt Maus.
Kunst zwischen Klang und Licht
Seit 2008 steht Project:Flow für eine Kunstform, die elektronische Musik, Live-Instrumente und spektakuläre Visuals verbindet. Ob in Kirchen, unter freiem Himmel oder im Sommer 2025 mit Sängerin Sally Kahlua in einem erweiterten Set, ihre Auftritte sind stets audiovisuelle Gesamterlebnisse.
Auch Projekte mit historischem Tiefgang gehören zu ihrem Repertoire. Im März 2025 schuf das Duo eine vielbeachtete Gedenkinstallation zum 80. Jahrestag der Bombardierung Dorstens, die Originalaufnahmen, Musik und Licht zu einem bewegenden Mahnmal verband.
Mit der neuen Illumination des Bürgerbahnhofs knüpfen Harding, Maus und Klein-Erwig an diese Tradition an, diesmal mit dem Blick nach vorn. „Wir wollen zeigen, wie sehr sich dieser Ort gewandelt hat“, sagt Harding. „Von einem maroden Bauwerk zu einem Ort der Begegnung und jetzt auch zu einer Bühne für Kunst.“




























