Der Dorstener Brustkrebslauf erhält eine besondere Würdigung. Gemeinsam mit dem Barmer-Lauftreff ist die Initiative für den #GemeinsamMehrBewegen-Preis 2025 nominiert. Die bundesweite Auszeichnung wird vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), laufen.de und DATEV vergeben. Damit zählt Dorsten nun offiziell zu den Orten, die nach Ansicht der Jury besonders viele Menschen bewegt haben.
Für die drei Organisatoren Prof. Khadijeh Mohri, Dr. Ali Abdali und Andreas Schilasky, die von vielen liebevoll „die drei Musketiere“ genannt werden, ist die Nominierung eine große Ehre. „Wir holen das Geld von den Reichen und geben es den Kranken“, beschreibt Schilasky augenzwinkernd das Erfolgsrezept. Gemeinsam haben die drei in nur drei Jahren 124.000 Euro Spendengelder gesammelt und eine ganze Stadtgesellschaft mobilisiert.

Vom spontanen Lauf zum großen Gemeinschaftsprojekt
Entstanden ist der Brustkrebslauf 2022 aus einer persönlichen Begegnung. Als Khadijeh Mohri nach einer Brustkrebsdiagnose ihren Trainer Schilasky fragte, ob es nicht einen Benefizlauf in der Region gebe, war der Grundstein gelegt. Der erste Lauf war noch klein und improvisiert. Heute ist er der größte Spendenlauf der Region.
2025 kamen bereits über 2.000 Menschen zusammen und liefen trotz Dauerregens für den guten Zweck. 58.000 Euro wurden allein in diesem Jahr gesammelt. Sie gingen an die Brustkrebszentren in Dorsten und Gelsenkirchen sowie an eine krebskranke Mutter.
Besonders ist, dass beim Dorstener Brustkrebslauf nicht die Zeit zählt. Es gibt keine Siegerehrung, sondern Freude, Musik, gutes Essen und das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Ob Kind, Seniorin, Hund, Profi oder Anfänger, mitlaufen kann jeder.

Mehr als ein Lauf: eine wachsende Bewegung
Mittlerweile geht das Engagement weit über den Lauf hinaus. Der Barmer-Lauftreff, der jeden Sonntag alle Laufbegeisterten willkommen heißt, ist ein fester Bestandteil geworden. Die Musketiere mischen sich auch politisch ein. Mit einer Petition gegen die Schließung des Dorstener Brustzentrums erreichten sie im Mai sogar Ministerpräsident Hendrik Wüst und sorgten für neue Gespräche über die Zukunft der Einrichtung.
Auch Kunst und Kultur sind Teil der Bewegung geworden. Der Gelsenkirchener Graffiti-Künstler Beni Veltum versteigerte Werke zugunsten des Brustkrebslaufs.
Hoffnung und Zusammenhalt
Besonders bewegend ist, dass mit den Spenden aus diesem Jahr einer schwer erkrankten Mutter mit ihren Kindern noch ein gemeinsamer Urlaub ermöglicht werden konnte. „Gerade verschlimmert sich ihre gesundheitliche Situation. Sollte es nötig werden, würden wir das Preisgeld des #GemeinsamMehrBewegen-Preises gerne für ihre Kinder einsetzen“, erklärt Andreas Schilasky.

Blick nach Bremen
Die zehn nominierten Initiativen werden im Oktober auf laufen.de vorgestellt. Anschließend darf die Community abstimmen. Die Gewinner können sich auf einer Ehrung am 21. November bei der großen Laufgala in Bremen freuen und erhalten dort den mit 1.000 Euro dotierten Preis.
Für Dorsten ist die Nominierung schon jetzt ein Erfolg. „Dass unsere Initiative weit über Dorsten hinaus Strahlkraft entwickelt, ist eine riesige Ehre“, sagt Schilasky. „Gleichzeitig ist es eine Geschichte, die ganz Dorsten geschrieben hat. Ohne die vielen Läuferinnen und Läufer, Helfer, Vereine, Sponsoren und Unterstützer wäre das niemals möglich gewesen.“




























