Gewalteskalation an Silvester 2022/2023 in Wulfen-Barkenberg: Vier Dorstener müssen nun sich vor dem Landgericht Essen verantworten
Am 28. Oktober beginnt vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Essen die Hauptverhandlung gegen vier Männer aus Dorsten. Angeklagt sind ein 27-Jähriger sowie drei weitere Dorstener im Alter von 24, 39 und 41 Jahren. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen schwere und gefährliche Körperverletzung sowie Bedrohung vor.
Auseinandersetzung an der Barkenberger Allee
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen ereignete sich die Tat in der Silvesternacht vom 31. Dezember 2022 auf den 1. Januar 2023 an der Barkenberger Allee in Dorsten, zwischen den Hausnummern 45 und 59 im Bereich des sogenannten „Garagenbergs“. Dort hatte sich der Geschädigte mit seinem siebenjährigen Sohn und weiteren Personen versammelt, um das neue Jahr mit Feuerwerk zu begrüßen.
Angriff mit Feuerwerkskörper und Gaspistole
Aus einer nahegelegenen Gruppe, der auch die vier Angeklagten angehört haben sollen, flogen laut Anklage mehrfach Feuerwerkskörper in Richtung der Feiernden. Als der Dorstener den Männern entgegenging und sie aufforderte, das Werfen zu unterlassen, eskalierte die Situation. Nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung sollen drei der Angeklagten gemeinschaftlich auf den Mann eingeschlagen haben. Der 27-Jährige habe schließlich aus kurzer Distanz mit einem „Römischen Licht“ oder einer Gaspistole auf das Gesicht des Opfers gezielt geschossen.
Der Geschädigte erlitt schwere Verletzungen am Auge und verlor nach ärztlicher Behandlung dauerhaft das Sehvermögen auf dem linken Auge. Nachdem die Angeklagten die Blutung bemerkten, sollen sie geflohen sein.
Zweiter Übergriff in derselben Nacht
Noch in derselben Nacht kam es laut Anklage zu einem weiteren Angriff. Zwei der Beschuldigten trafen auf einen Bekannten des ersten Opfers. Sie sollen ihn zunächst beleidigt, dann zu Boden gestoßen und getreten haben. Ein vierter Angeklagter habe dem Mann zudem ein Klappmesser vor die Brust gehalten und ihm mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen. Der zweite Geschädigte erlitt Schürfwunden und ein Hämatom.
Beweisaufnahme soll Klarheit bringen
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Männer gemeinschaftlich handelten. Die Beweisaufnahme vor dem Landgericht soll nun klären, wie genau sich die Gewalttaten in der Neujahrsnacht abspielten und welche Rolle jeder der Angeklagten dabei hatte.
Fortsetzungstermine der Hauptverhandlung
07.11.2025, 9.30 Uhr,
14.11.2025, 9.30 Uhr,
21.11.2025, 9.30 Uhr,
25.11.2025, 9.30 Uhr,
28.11.2025, 9.30 Uhr,




























