Im Gemeinschaftshaus Wulfen wurde am Dienstagabend, 4. November 2025, der Heimatpreis der Stadt Dorsten verliehen. Drei Vereine erhielten Auszeichnungen für ehrenamtlichen Einsatz und kreative Projekte. Dazu wurde das Jahrbuch des Heimatbundes vorgestellt.
Heimatpreis 2025: Vielfalt, Gemeinschaft und gelebte Geschichte
Aus elf Bewerbungen wählte die Jury drei Preisträger aus, die in besonderer Weise das Motto „Heimat gestalten“ verkörpern. Bürgermeister Tobias Stockhoff überreichte die Urkunden und betonte in seiner Laudatio: „Diese Projekte zeigen, was Dorsten ausmacht – ehrenamtliches Engagement, Kreativität und Gemeinschaftssinn. Ob Erinnerung an unsere Geschichte, musikalisches Miteinander oder gelebte Inklusion – das ist Dorsten.“

Die Preisträger des Heimatpreis 2025
Den ersten Platz und damit 2.500 Euro erhielt der Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e. V. für den neu geschaffenen Rundwanderweg „Spuren des Bergbaus in Dorsten“. Der Weg führt durch drei vom Bergbau geprägte Stadtteile und macht dabei mit Informationstafeln und „StandPunkt“-Stationen die Geschichte der Zechen und ihrer Menschen wieder erlebbar.
Platz zwei ging an die Schützenkapelle Rhade e. V., die mit ihrer Open-Air-Veranstaltung „Brotzeit 2025“ den Dorfkern in ein Musikfestival verwandelte. Rund 2.000 Besucher kamen zu Picknick, Blasmusik und Begegnung zusammen – ein echtes Zeichen für Zusammenhalt und Lebensfreude.

Den dritten Preis (1.000 Euro) erhielt der FC Rot-Weiß Dorsten e. V. für das Inklusionsprojekt „Fußball ohne Grenzen“. Hier spielen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam – ob im Rollstuhl, im Walking-Fußball oder im regulären Spielbetrieb. Das Projekt steht dabei für gelebte Vielfalt, Respekt und sportliches Miteinander.

Der Heimatpreis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. Auch das Land Nordrhein-Westfalen fördert diese Auszeichnung.

Jahrbuch 2026 vorgestellt: 100 Jahre Heimatgeschichte
Eingebettet war die Preisverleihung in die feierliche Präsentation des neuen Jahrbuchs des Heimatbundes Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten. Die Ausgabe trägt die Jahreszahl 2026 – und sie markiert ein besonderes Jubiläum: Das traditionsreiche Jahrbuch blickt auf eine hundertjährige Geschichte (1925–2025) zurück.

Vorsitzende Dr. Edelgard Moers und die Redaktion betonten, wie wichtig dieses Werk für die lokale Identität sei: „Autoren aus Dorsten erzählen unsere Geschichte – mit eigenen Worten, Fotos und Erinnerungen. Das macht das Jahrbuch zu einem Stück lebendiger Heimat.“

Anke Klapsing-Reich stellte die neue Ausgabe vor, während Michael Langenhorst über Preis und Auflage informierte. Musikalischer Begleiter des Abends war Günter Borke.

Ehrungen für langjährige Unterstützer und Autoren
Neben den Preisträgern wurden auch verdiente Persönlichkeiten geehrt, die sich seit Jahrzehnten um die Heimatpflege verdient gemacht haben. Der Heimatbund zeichnete Andreas Schroer, Matthias Tiemann und Klaus Werner für ihr Engagement und ihre Treue zum Jahrbuch aus.
Andreas Schroer, Wulfener Fleischermeister und Obermeister der Fleischerinnung Dorsten, steht für handwerkliche Tradition und Qualitätsbewusstsein. Seit Jahrzehnten unterstützt er den Heimatbund als Sponsor. Matthias Tiemann, Inhaber des prämierten Familienbetriebs Bellendorf, setzt sich für nachhaltige Produktion und Tierwohl ein. Sein Betrieb wurde mehrfach ausgezeichnet – zuletzt als Vize-Europameister der Wurstmacher. Klaus Werner, Gründer des Heimatvereins Erle und langjähriger Autor, prägte mit seinen Beiträgen das Jahrbuch über Jahrzehnte hinweg.




























