Für eine kurze Zeit dachte man, dass die Puppen tatsächlich sprechen können. So überzeugend spielte Bauchredner Tim Becker sein Puppenspiel am Freitagabend in der Aula des Gymnasium Petrinum. Dabei setzte Tim Becker nicht alles auf eine Puppe, sondern bot eine Reihe an verschiedenen Charakteren. Jede mit einer eigenen Persönlichkeit und einer eigenen Stimme.
Die eine ist eine lebendig gewordene Calzone, die am laufenden Bande Flachwitze über Pizzen macht. Wiederrum die andere ist eine Ratte im Punk-Kostüm, welche sich selbst als Musical Star versteht. Zwischendurch schlüpft Tim Becker selber in ein Kostüm und schauspielert einen eher unbeholfenen Zauberkünstler. In den Pausen zwischen seinem Puppenspiel erzählt er kleine, unterhaltsame Anekdoten aus seinem Leben. Zum Beispiel, als er auf dem Traumschiff aufgetreten ist.

Anfänge in der Zauberkunst
Gerade tourte Tim Becker mit seinem Programm „Die Puppen, die ich rief“ quer durch Deutschland. Schon seit 20 Jahren tritt auf, jedoch nicht immer als Bauchredner. „Am Anfang habe ich wirklich Zaubertricks auf der Bühne aufgeführt. Dann habe ich angefangen, Puppen in meine Shows einzubauen, weil ich dachte, dass die ganz gut reinpassen könnten. Dann gingen irgendwann Leute nur noch wegen den Puppen zu meinen Auftritten. Dann wusste ich, dass ich komplett in diese Richtung einschlagen will. Als Bauchredner trete ich jetzt schon seit über 15 Jahren auf“, so Tim Becker.
Bei so viel Bühnenerfahrung und so vielen Shows ist es schon das ein oder andere Mal vorgekommen, dass man sich bei einem Gag verhaspelt und man improvisieren muss. Für den Puppen-Routinier stellt das aber keine Herausforderung mehr dar. „Ich habe seit den ganzen Jahr schon ein paar Ideen und Witze vorbereitet, falls mal etwas nicht ganz rund laufen sollte. Das improvisieren auf der Bühne macht aber Spaß und kommt auch beim Publikum oft gut an. Wenn man die Situation mit Leichtigkeit nimmt und einen Witz daraus macht, dann ist das ein Mehrwert für die Show.“





























