Der Einsatz für Igel bleibt für Yvonne Brock-Künstler aus Dorsten ein Herzensanliegen. Anlässlich des diesjährigen Tags des Igels hat sie sich erneut an Dorsten Online gewandt. Ihr Ziel ist es, die Dorstener Bürgerinnen und Bürger weiter für den Schutz der Tiere zu sensibilisieren. Das Thema ist nach wie vor aktuell, denn Igel leiden zunehmend unter Lebensraumverlust, Unwissenheit und falscher Hilfe.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Dorsten Online über ihr Engagement berichtet. Seitdem hat sich die Situation für die Tiere kaum entspannt.
Igel befinden sich teilweise noch im Winterschlaf
Gerade im Frühjahr ist besondere Vorsicht geboten. Viele Igel halten noch Winterschlaf oder sind erst vor Kurzem daraus erwacht. Je nach Wetterlage können die Tiere bis in den April hinein in Laub- oder Reisighaufen, unter Hecken oder in dichten Gebüschen schlafen.
Andere Igel sind bereits unterwegs und auf Nahrungssuche. Nach dem Winter sind sie oft geschwächt und besonders anfällig für Verletzungen. Störungen in dieser Phase können für die Tiere lebensbedrohlich sein.
Gartenarbeit kann für Igel gefährlich werden
Mit steigenden Temperaturen beginnen viele Menschen, ihre Gärten aufzuräumen. Genau das stellt für Igel ein großes Risiko dar. Laubhaufen werden entfernt, Sträucher geschnitten und Rasenflächen bearbeitet. Häufig ohne zu wissen, dass sich dort noch Tiere verstecken.
Yvonne Brock-Künstler betont: Sie möchte in diesem Zusammenhang niemanden belehren. Ihr geht es darum, Aufmerksamkeit zu schaffen und für einen achtsamen Umgang mit der Natur zu werben.
Das können Gartenbesitzer im Frühjahr tun
Schon kleine Maßnahmen können helfen, Igel zu schützen:
- Laub- und Reisighaufen möglichst lange liegen lassen
- Vor dem Schneiden von Hecken und Sträuchern genau kontrollieren, ob sich Tiere darin aufhalten
- Rasenmäher und Freischneider nur nach sorgfältiger Sichtprüfung einsetzen
- Mähroboter ausschließlich tagsüber laufen lassen
- Auf Giftstoffe wie Schneckenkorn verzichten
- Naturnahe Bereiche im Garten zulassen
Diese einfachen Schritte können schwere Verletzungen verhindern und Leben retten.
Igel stehen auf der Roten Liste
Igel gelten inzwischen als gefährdet und stehen auf der Roten Liste. Dabei sind sie für das ökologische Gleichgewicht sehr wichtig. Sie fressen unter anderem Nacktschnecken und andere Schädlinge und leisten damit einen wertvollen Beitrag für naturnahe Gärten.
Als Privathelferin erreicht Yvonne Brock-Künstler nur einen begrenzten Personenkreis. Über eine breite Berichterstattung hofft sie, mehr Menschen zu erreichen und zum Nachdenken anzuregen.
Ein leiser Appell zum Schluss
Der Tag des Igels soll daran erinnern, dass Artenschutz direkt vor der eigenen Haustür beginnt. Es braucht keine großen Aktionen, sondern vor allem Aufmerksamkeit und Rücksicht.
„Ich möchte niemandem vorschreiben, was er tun soll. Ich wünsche mir nur, dass wir die Igel nicht vergessen“, sagt Yvonne Brock-Künstler.




























