StartLokalesDorstener vor Gericht. Vorwurf des Einschleusens von 14 thailändischen Frauen

Dorstener vor Gericht. Vorwurf des Einschleusens von 14 thailändischen Frauen

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Ein Dorstener steht vor Gericht. Am 27.02.2026 beginnt vor der großen Strafkammer in Düsseldorf um 12.30 Uhr ein Prozess, der schwere Vorwürfe umfasst. Laut Amtsgericht Düsseldorf geht es um gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern in 14 Fällen.

Ein 61-jähriger Mann, Lothar L. aus Dorsten, muss sich vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, gemeinsam mit einer gesondert verfolgten Frau aus Thailand Frauen nach Deutschland gebracht zu haben, um sie hier der Prostitution zuzuführen.

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Hauptverhandlung am 27.02.2026 vor der großen Strafkammer in Düsseldorf

Nach Angaben des Landgerichts Düsseldorf sollen sich der Angeklagte und die in Thailand lebende Frau spätestens im Juli 2023 zusammengeschlossen haben. Ihr Plan laut Anklage: Frauen aus Thailand unter dem Vorwand einer touristischen Reise per Flugzeug nach Deutschland einreisen zu lassen. Hier sollten die Frauen sexuelle Dienstleistungen erbringen.

Die Mitbeschuldigte soll die Frauen in Thailand angeworben haben. Außerdem habe sie die Touristenvisa organisiert und die Frauen auf Bordelle in Deutschland verteilt.

Klare Aufgabenverteilung laut Anklage

Der 61-Jährige soll die Abläufe in Deutschland gesteuert haben. Er habe die Flüge gebucht und die Ankunft der Frauen organisiert. Zudem soll er die Einnahmen aus der Prostitution dokumentiert und teilweise verwaltet haben. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft habe er auch Anzeigen auf einschlägigen Internetportalen geschaltet, um die Frauen zu bewerben.

Für die Einreise hätten die Betroffenen zwischen 20.000 und 25.000 Euro durch Prostitution erarbeiten müssen. Dieses Geld habe als Gegenleistung für die Schleusung gegolten.

14 Fälle, ein Versuch

Die Taten sollen sich laut Anklageschrift zwischen Juli 2023 und dem 6. Januar 2025 ereignet haben. Als Tatorte nennt die Staatsanwaltschaft unter anderem Gelsenkirchen. Insgesamt geht die Anklage von 14 Fällen des gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern aus. In einem Fall soll es beim Versuch geblieben sein.

Die Hauptverhandlung am 27.02.2026 vor der großen Strafkammer in Düsseldorf ist öffentlich. Fortsetzungstermine sind für den. 3.3., 20.3. und 27.3. geplant.

Hinweis zu aktuellen Ermittlungen

Unabhängig von dem Verfahren gegen den Dorstener teilt die Staatsanwaltschaft Bochum mit, dass es in dieser Woche umfangreiche Durchsuchungen wegen des Verdachts auf Menschenhandel gegeben habe. In Nordrhein Westfalen und Niedersachsen seien 16 Wohn- und Geschäftsgebäude in insgesamt 14 Städten durchsucht worden. Rund 600 Einsatzkräfte sollen beteiligt gewesen sein. Betroffen gewesen seien unter anderem Objekte im Ruhrgebiet, darunter in Oer-Erkenschwick, Dortmund und Recklinghausen.

Mutmaßliche Bande

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bochum richte sich das Verfahren gegen eine mutmaßliche Bande, die Frauen aus dem Ausland gezielt eingeschleust und in Massagesalons sowie Stundenhotels zur Prostitution angeworben haben soll. Hauptverdächtige sei eine 59-jährige Chinesin. Sie befinde sich in Untersuchungshaft, ebenso wie zehn weitere Beschuldigte.

Allen werde gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern und Menschenhandel vorgeworfen. Am Donnerstag hätten Einsatzkräfte sechs mutmaßliche Opfer in Massagesalons und Stundenhotels festgestellt.

Laut Staatsanwaltschaft Bochum dauern die Ermittlungen an.

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