Eine Seniorin aus Marl ist Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden. Betrüger gaben sich als Polizeibeamte aus und täuschten einen schweren Verkehrsunfall vor. Die Täter erbeuteten eine fünfstellige Bargeldsumme.
- Was: Betrug durch Schockanruf
- Wann: 19.02.2026, gegen 10:45 Uhr und 14:30 Uhr
- Wo: Pommernstraße, Marl
- Wer: Seniorin aus Marl
- Schaden: fünfstellige Bargeldsumme
- Hinweise: 0800 2361 111
So lief der Betrug in Marl ab
Am Mittwoch, 19.02.2026, erhielt die Seniorin gegen 10:45 Uhr einen Anruf auf ihrem Festnetztelefon. Die angezeigte Nummer war ausländisch. Der Anrufer gab sich als Polizeibeamter aus und schilderte, eine Angehörige der Frau sei in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt gewesen. Dabei sei angeblich ein Kind tödlich verletzt worden.
Für die Angehörige müsse nun eine Kaution hinterlegt werden. Das Geld werde in wenigen Stunden persönlich abgeholt, hieß es am Telefon.
Gegen 14:30 Uhr klingelte es an der Haustür der Seniorin an der Pommernstraße. Zuvor war ihr telefonisch angekündigt worden, dass ein Mann vorbeikommen werde. Die Seniorin sollte nicht mit dem Unbekannten sprechen, sondern ihm lediglich das Bargeld übergeben. Dieser Aufforderung kam sie nach.
Enkelin erkennt den Schockanruf
Nach der Geldübergabe rief die Seniorin ihre Enkelin an. Diese erkannte sofort den Betrug. In ihrer Anwesenheit erfolgte später ein weiterer Anruf von einer ausländischen Nummer. Dabei wurde erneut Bargeld gefordert, diesmal angeblich für eine ärztliche Behandlung der verunfallten Angehörigen. Die Enkelin beendete das Gespräch.
Der Vermögensschaden liegt im fünfstelligen Bereich.
Täterbeschreibung und Zeugen gesucht
Der Abholer wird wie folgt beschrieben:
- etwa 180 bis 185 cm groß
- kräftige Statur
- rasiertes Gesicht
- schwarze Schuhe
- schwarze Kapuzenjacke
- schwarzer Rucksack
Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu dem beschriebenen Mann geben können oder im Bereich der Pommernstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 2361 111 zu melden.
Weitere Informationen und Kontakt
Die Polizei warnt erneut vor sogenannten Schockanrufen. Angehörige von Polizei oder Staatsanwaltschaft fordern am Telefon keine Kautionen oder Bargeldbeträge. Wer einen entsprechenden Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und die offizielle Notrufnummer 110 wählen oder sich an die örtliche Polizeidienststelle wenden.
Hinweise zu dem aktuellen Fall in Marl nimmt die Polizei unter 0800 2361 111 entgegen.




























