Die Einführung elternfinanzierter iPad-Klassen an den weiterführenden Schulen in Dorsten soll ab dem Schuljahr 2026/2027 starten. Zunächst berät der Ausschuss für Schule und Weiterbildung, anschließend entscheidet der Rat.
Die Stadt Dorsten plant die Einführung elternfinanzierter iPad-Klassen an den weiterführenden Schulen. Grundlage ist eine Verwaltungsvorlage. Erste Beigeordnete Nina Laubenthal stellt die Pläne im Ausschuss vor.
Beschlussvorschlag zur Einführung elternfinanzierter iPad-Klassen an den weiterführenden Schulen
Die Verwaltung schlägt zwei Schritte vor.
Erstens: Die weiterführenden städtischen Schulen sollen weitere mobile Endgeräte erhalten. Zudem soll ein verbindliches Rahmenangebot für Eltern geschaffen werden.
Zweitens: Im Haushalt 2026 ff. sollen dafür 11.500 Euro eingeplant werden.
Warum die Stadt handelt
Digitale Medien sind Teil des Alltags. Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstverständlich digital. Auch Lehrkräfte nutzen digitale Werkzeuge. Das Schulministerium NRW nennt die Integration digitaler Medien „eines der vorrangig wichtigen Bildungsthemen der Zukunft“.
Derzeit gilt in Dorsten eine 1:4-Ausstattung. Ein iPad teilen sich vier Schülerinnen und Schüler. Meist kommen iPad-Koffer zum Einsatz. Für Grund- und Förderschulen reicht dieses Modell. An weiterführenden Schulen zeigt sich jedoch ein höherer Bedarf. Vor allem in den Oberstufen fehlt eine dauerhafte Geräteverfügbarkeit.
1:1-Ausstattung ab 2026 geplant
Nach Einschätzung der weiterführenden Schulen soll jede Schülerin und jeder Schüler ein eigenes Gerät erhalten.
Betroffen wären:
- Neue Schule, Jahrgang 8, rund 115 Schülerinnen und Schüler
- Gymnasium Petrinum, Jahrgänge 9 und 10, rund 210 Schülerinnen und Schüler
- Gesamtschule Wulfen, Jahrgang 8, rund 175 Schülerinnen und Schüler
Damit würde die Einführung elternfinanzierter iPad-Klassen an den weiterführenden Schulen konkret umgesetzt.
So funktioniert das Elternmodell
Geplant ist ein Get-Your-Own-Device-Modell.
Eltern kaufen oder finanzieren ein iPad über einen festgelegten Partner. Eine Finanzierung ist bis zu 48 Monate möglich. Die Geräte werden in die städtische Verwaltungsumgebung eingebunden. Auf dem Schulgelände gelten schulische Einschränkungen. Außerhalb der Schule ist eine private Nutzung vorgesehen. Vorhandene iPads der 10. oder 11. Generation können gegen eine geringe Gebühr eingebunden werden.
Unterstützung für BuT-berechtigte Familien
Rund 23 Prozent der Schülerschaft erhalten Leistungen für Bildung und Teilhabe. Für diese Familien übernimmt die Stadt den Großteil der Kosten. Der Eigenanteil beträgt 5 Euro pro Monat. Voraussetzung ist der Nachweis der Berechtigung. Das Angebot ist freiwillig. Das Gerät bleibt Eigentum der Stadt. Alternativ sind Leihgeräte möglich. Diese bleiben entweder in der Schule oder sind in der Nutzung stark eingeschränkt.
Kosten im Überblick
Die Verwaltung nennt folgende Beispielpreise:
- iPad 11 Zoll, 11. Generation, 64 GB inklusive Schutzhülle und Eingabestift: 416,55 Euro
- iPad 11 Zoll, 11. Generation, 256 GB inklusive Schutzhülle und Eingabestift: 622,50 Euro
Eine Finanzierung ist über bis zu 48 Monate möglich.
Beispiel bei 36 Monaten Laufzeit:
- 64 GB: 13,30 Euro pro Monat
- 256 GB: 19,90 Euro pro Monat
Optional können zusätzliche Leistungen gewählt werden:
- Apple Pencil: 40,00 Euro
- Schutzhülle Slim inklusive Stifthalter: 20,00 Euro
- iPad-Schutzbrief, Versicherung: 90,00 Euro
Für BuT-berechtigte Familien übernimmt die Stadt den Großteil der Kosten. Der Eigenanteil beträgt 5 Euro pro Monat.
Förderung noch offen
Zum Digitalpakt 2.0 liegen noch keine konkreten Förderrichtlinien vor. Sollten Mittel bereitgestellt werden, könnten diese zur Entlastung von BuT-Familien oder zur Anschaffung zusätzlicher Geräte genutzt werden.




























