Am Donnerstag, 12. März 2026, wird es auch in Dorsten laut: Punkt 11 Uhr heulen im gesamten Stadtgebiet die Sirenen. Anlass ist der landesweite Warntag in Nordrhein-Westfalen. Dabei handelt es sich um einen Probealarm, der vom Innenministerium des Landes angeordnet wurde.
Ziel der Aktion ist es dabei, die Warnsysteme zu testen und die Bevölkerung mit den verschiedenen Signalen vertraut zu machen. Neben den Sirenen werden darüber hinaus auch Warnmeldungen auf Smartphones ausgelöst.
Probealarm in drei Stufen
Am Warntag werden die Sirenen um 11 Uhr im Abstand von jeweils fünf Minuten drei unterschiedliche Signale aussenden:
- Entwarnung – ein einminütiger gleichbleibender Dauerton
- Warnung – ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton
- Entwarnung – erneut ein einminütiger gleichbleibender Dauerton
Die Hörbeispiele der Signale sind auf der Internetseite der Stadt Dorsten unter den Notfallinformationen abrufbar.
Warnung auch auf dem Smartphone
Parallel zum Sirenenalarm werden Warnmeldungen über moderne digitale Warnsysteme verbreitet. Dazu gehört das sogenannte Cell Broadcast-System, über das eine Testnachricht direkt auf viele Smartphones gesendet wird. Eine vorherige Anmeldung ist dafür nicht erforderlich, solange das Gerät eingeschaltet und mit dem Mobilfunknetz verbunden ist.
Zudem wird eine Testwarnung über Warn-Apps wie NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) verschickt. Die App informiert dabei auch über Wetterwarnungen oder andere Gefahrenlagen und kann kostenlos heruntergeladen werden.
Dorsten setzt auf modernes Sirenennetz
Die Stadt Dorsten hat im Jahr 2016 damit begonnen, ein modernes elektronisches Sirenensystem aufzubauen. Die Anlagen sollen die Bevölkerung bei besonderen Gefahrenlagen schnell warnen. Dazu gehören etwa Unfälle mit Gefahrguttransporten, größere Brände oder Naturkatastrophen.
Aktuell gibt es im Stadtgebiet 24 Sirenenstandorte. Weitere Anlagen, unter anderem in Wulfen-Barkenberg, befinden sich in Planung oder Umsetzung.
Selbstschutz rückt stärker in den Fokus
Beim diesjährigen Warntag steht zudem das Thema Selbstschutz besonders im Mittelpunkt. Behörden empfehlen den Bürgern, sich eigenständig auf mögliche Krisen- und Katastrophenlagen vorzubereiten.
Individuelle Vorsorge kann helfen, Leben zu schützen, Schäden zu begrenzen und Einsatzkräfte im Ernstfall zu entlasten. Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat dazu die Broschüre „Selbstschutztipps für den Katastrophenfall“ veröffentlicht. Darin finden sich Hinweise zu Notfallvorräten, Verhalten bei Stromausfällen sowie weiteren Vorsorgemaßnahmen.
Die Broschüre sowie weitere Informationen sind auf der Internetseite der Stadt Dorsten unter den Notfallinformationen abrufbar.
Sirenenstandorte in Dorsten
Derzeit gibt es folgende Sirenenstandorte im Stadtgebiet:
- Alter Postweg 36 (Altstadt)
- Am Stuvenberg 45 (Rhade)
- Barbarastraße 61 (Feldmark)
- Erler Straße 41 (Rhade)
- Glück-Auf-Straße 267 (Hervest)
- Halterner Straße 62 (Hervest)
- Heroldstraße 1 (Holsterhausen)
- Holbeinweg 2 (Deuten)
- Im Küseler (Altendorf-Ulfkotte)
- Im Päsken 14 (Altendorf-Ulfkotte)
- Im Werth 17 (Altstadt)
- Kirchhellener Allee 111 (Feldmark)
- Kleiner Ring 2 (Wulfen)
- Lasthausener Weg (Deuten)
- Lembecker Straße 119 (Rhade)
- Luisenstraße 104a (Holsterhausen)
- Marler Straße 181 (Feldmark)
- Marler Straße 50 (Feldmark)
- Ostlandstraße (Altendorf-Ulfkotte)
- Pliesterbecker Straße 76 (Holsterhausen)
- Rudolf-Diesel-Straße 5 (Feldmark)
- Storchsbaumstraße 65 (Hardt)
- Weißdornenweg 7 (Lembeck)
- Zur Josefschule 37 (Hervest-Dorf)
Eine Übersichtskarte der Standorte ist im Geoportal der Stadt Dorsten abrufbar. Auch im Regioplaner sind alle Sirenen im Kreis Recklinghausen hinterlegt.




























