Die Sanierung der Drewer Brücke in Marl nimmt eine neue Wendung. Der Kreis Recklinghausen hat dem bislang mit den Arbeiten beauftragten Unternehmen in dieser Woche gekündigt. Damit soll nach Monaten voller Verzögerungen ein Neustart ermöglicht werden.
Für viele Pendler aus Dorsten ist die Brücke eine wichtige Verbindung. Wer vom Dorstener Stadtteil Wulfen-Barkenberg über den Marler Damm in Richtung Marl fährt, passiert die Drewer Brücke am Chemiepark Marl. Einschränkungen an der Baustelle wirken sich daher regelmäßig auch auf den Verkehr zwischen beiden Städten aus.
Mehrere Zwischenfälle mit Schiffen
Die Bauarbeiten an der Brücke hatten sich in den vergangenen Monaten mehrfach verzögert. Ein Grund waren ungewöhnliche Zwischenfälle: Insgesamt drei Mal war ein Schiff gegen das Baugerüst gefahren. Die Schäden waren unterschiedlich stark, führten aber jeweils dazu, dass das Gerüst zunächst repariert werden musste. Dadurch kam es zu wochenlangen Unterbrechungen.
Auch unabhängig davon gerieten die Arbeiten immer wieder ins Stocken. Zuletzt standen sie komplett still, nachdem über das beauftragte Unternehmen ein Insolvenzverfahren eröffnet worden war.
Kreis zieht Konsequenzen
Nach einer aktuellen Bestandsaufnahme vor Ort hat die Kreisverwaltung nun Konsequenzen gezogen und den Vertrag mit der Firma gekündigt. Ziel ist es, einen klaren Schnitt zu machen und die Sanierung neu zu organisieren.
Auf Grundlage der Bestandsaufnahme soll die Maßnahme nun erneut ausgeschrieben werden. Durch eine Änderung der Vergabeordnung kann dies schneller erfolgen, da in diesem Fall keine europaweite Ausschreibung notwendig ist.
Baustelle wird zunächst zurückgebaut
Zunächst wird die bestehende Baustelle vollständig zurückgebaut. Das Baugerüst soll abgebaut und vorhandene Materialien entfernt werden.
Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann die Drewer Brücke vorerst wieder ohne Einschränkungen genutzt werden. Erst danach sollen die eigentlichen Sanierungsarbeiten mit einem neuen Unternehmen fortgesetzt werden.
Für Pendler aus Dorsten könnte das zumindest kurzfristig eine Entlastung bedeuten. Wann die endgültige Sanierung abgeschlossen sein wird, steht allerdings noch nicht fest.




























