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Tanz in den Mai in Wulfen: Schönes Fest, Ärger abseits des Wappenbaums

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Der Tanz in den Mai am Wulfener Wappenbaum lockte am Mittwochabend bei bestem Frühlingswetter sehr viele Besucher an. Vor allem aus Wulfen kamen zahlreiche Menschen zusammen, um gemeinsam den Mai zu begrüßen. Jung und Alt feierten in entspannter Atmosphäre, kamen miteinander ins Gespräch und genossen einen warmen Abend unter freiem Himmel.

Traditionell wurde das Fest mit Blasmusik eröffnet. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, Freunde, Nachbarn und Bekannte zu treffen. Rund um den Wappenbaum herrschte eine gemütliche Stimmung, die das Maifest seit Jahren prägt. Gerade das Miteinander im Ortsteil stand auch diesmal im Mittelpunkt.

Frühlingshafte Stimmung rund um den Wappenbaum. Foto: Borgwardt

Auch die Stadt Dorsten war vertreten. Der stellvertretende Bürgermeister Julian Fragemann nahm an der Veranstaltung teil und vertrat Bürgermeister Tobias Stockhoff. Er freute sich über die Einladung, lobte den starken Zusammenhalt in Wulfen und würdigte das schöne Fest, das von vielen Ehrenamtlichen auf die Beine gestellt worden war.

Die Vorsitzenden Thorsten Schadwinkel und Reiner Schulze-Tenberge mit dem stellvertretenden Bürgermeister Julian Fragemann bei der Begrüßung. Foto: Borgwardt

Viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit

Dass der Abend in dieser Form stattfinden konnte, war vor allem dem Einsatz zahlreicher Helfer aus den beteiligten Vereinen zu verdanken. Sie investierten viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit, um den Besuchern am Wappenbaum einen gelungenen und friedlichen Tanz in den Mai zu ermöglichen.

Gut gelaunte Helfer. Foto: Borgwardt

Genau dieser Einsatz ist es, der den Charakter der Veranstaltung seit Jahren prägt. Der Gewinn aus der Veranstaltung fließt seit Jahren in Projekte zur Verschönerung des Dorfes oder für Kinderaktionen zu Ostern und am Nikolaustag.

Fröhliche Besucher. Foto: Borgwardt

So wurde der 16. Tanz in den Mai erneut zu einem Treffpunkt für das Dorf. Nachbarn kamen zusammen, gute Gespräche prägten den Abend, und bei angenehmen Temperaturen wurde in fröhlicher Atmosphäre gefeiert.

Probleme abseits des Geländes

Nicht ganz ohne Schatten blieb der Abend allerdings. Am Rande der Veranstaltung kam es zu teils erheblichen Problemen. Nach Angaben aus dem Umfeld sammelten sich abseits des eigentlichen Veranstaltungsgeländes große Gruppen von mehreren Hundert Jugendlichen, die vielfach mit Bussen aus anderen Stadtteilen angereist waren.

Auf dem Gelände des Maifestes selbst blieb die Lage friedlich. Dort waren selbst mitgebrachte Getränke verboten, zudem achtete ein Sicherheitsdienst auf die Einhaltung der Regeln. Innerhalb des Wappenbaumparks blieb das Fest daher ruhig und geordnet.

Abseits des Geländes kam es in der Nacht jedoch zu körperlichen Auseinandersetzungen und Sachbeschädigungen. Nachbarn berichteten unter anderem von beschädigten Autos und Gartenzäunen. Außerdem sollen Jugendliche Vorgärten als Toilette benutzt haben. Glas und Müll blieben ebenfalls zurück. Die Polizei musste mit mehreren Streifenwagen anrücken, um die oft noch minderjährigen Gruppen zur Ordnung zu rufen. Entlang der Hervester und Dülmener Straße kam es zu gefährlichen Situationen, als alkoholisierte Teenager unvermittelt über die Straße liefen oder versuchten, Autos anzuhalten. Durch Schläge mit Flaschen wurden mehrere Jugendliche verletzt.

Große Enttäuschung bei den Organisatoren

Beim Wulfener Wappenbaum Verein sorgten die Vorfälle für große Enttäuschung. „Wir arbeiten sehr hart dafür, allen Wulfenern ein schönes friedliches Fest zu gestalten“, sagte Reiner Schulze-Tenberge, 1. Vorsitzender des Vereins. „Solche Menschen, auch wenn sie gar nicht bei uns auf dem Gelände den Ärger machen, machen uns Wulfenern alles kaputt. Wir möchten ein schönes friedliches Fest haben und ein gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn.“

Ehrenamtliche Helfer am Grillstand. Foto: Borgwardt

Der Familiencharakter der Veranstaltung sei dem Verein besonders wichtig. Deshalb habe man auch in diesem Jahr auf Sicherheitsmaßnahmen gesetzt, den Verzehr mitgebrachter Getränke auf dem Festgelände untersagt und bewusst Angebote für unterschiedliche Altersgruppen geschaffen, darunter Kinderspielmöglichkeiten und einen Eiswagen.

Foto: Borgwardt

So bleibt unter dem Strich ein eigentlich schönes und gut besuchtes Maifest, das durch die Vorfälle außerhalb des Geländes einen bitteren Beigeschmack bekam. Für viele Besucher im Wappenbaumpark war der Abend dennoch das, was er sein sollte: ein geselliges Frühlingsfest für das Dorf.

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