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Stadtranderholung der Lebenshilfe Dorsten: Eine gute Zeit. Für alle!

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Wenn im Sommer bei der Dorstener Lebenshilfe wieder die Stadtranderholung beginnt, ist das für viele Kinder und Jugendliche mehr als nur ein jährliches Ausflugsprogramm. Es sind Tage, an denen sie zusammen eine unbeschwerte Zeit erleben. Genau dafür steht das Angebot der Lebenshilfe seit 1975, lediglich mit zwei Unterbrechungen während der Pandemie.

„Nicht nur Kinder und Jugendliche mit einer sogenannten Behinderung haben dabei eine gute Zeit, auch unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer erleben zwei unterhaltsame Wochen“, betont Dominik Schütter. Er leitet das Center der Lebenshilfe Dorsten in der Suitbertusstraße und organisiert die Stadtranderholung der Lebenshilfe Dorsten.

„Unsere hauptamtlichen oder geschulten Kräfte kümmern sich um die Teilnehmer, die besondere Pflege benötigen, sodass die Ehrenamtlichen ganz bewusst für Spaß, Unterhaltung und gemeinsame Erlebnisse zuständig sind“, fährt er fort. Dominik war vor zehn Jahren als Begleitperson seines jüngeren Bruders Luca dabei. Dominik blieb nicht nur der Stadtranderholung erhalten, er fand auch beruflich seinen Platz bei der Lebenshilfe. Heute ist er Hauptverantwortlicher für die Stadtranderholung, ein Projekt, das ihm sehr am Herzen liegt.

Ein Engagement, das erdet

Auch Oliver Tilsner ist seit 1990 ehrenamtlich und mit Herzblut jeweils für zwei Wochen als Begleiter dabei. Er erinnert sich noch gut an den Anfang: „Ich wurde gefragt, ob ich es mir vorstellen könne mitzuhelfen“, erzählt er. „Ich wusste nicht, was auf mich zukommen würde und ob das etwas für mich ist.“ Deshalb besuchte er zunächst die Disco der Menschen mit Behinderungen, um ein Gefühl für die Atmosphäre zu bekommen. Kurz darauf sagte er zu, und aus seiner damals freien Zeit zwischen Abitur und Studium wurde ein soziales Engagement, das bis heute anhält.

„Das ist eine andere Welt für mich als die, die ich sonst kenne“, erklärt Oliver. „Die Stadtranderholung holt mich aus meinem Alltag heraus, sie erfüllt und erdet mich. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich sehe, wie sehr die Kinder und Jugendlichen diese unbeschwerte Zeit genießen, ohne ihre Eltern, mit anderen Regeln als zu Hause, mit neuen Begegnungen und vor allem mit viel Freude.“ Dominik ergänzt: „Die Stadtranderholung ist gelebte Inklusion. Gerade junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf, die sonst oft wenig berücksichtigt werden, lassen wir nicht außen vor.“

Teamarbeit hinter fröhlichen Ferientagen

Dominik weiß natürlich, dass so ein Projekt auch mit hohen Kosten verbunden ist. „Es ist ein absolutes Minusprojekt, doch die Stadtranderholung aufzugeben, war für uns Verantwortlichen nie eine Option. Aber dank Spenden, beispielsweise aus dem 24-Stunden-Lauf in Dorsten, können die Kosten zumindest etwas abgefedert werden. Dennoch bleibt das Angebot eine große finanzielle, aber auch organisatorische Herausforderung für uns.“

Dass es dennoch Jahr für Jahr gelingt, ist dem Einsatz vieler Menschen zu verdanken, die bereit sind, Schülern von der ersten Klasse bis zur Schulentlassung eine einzigartige Erinnerung zu schenken. „Wir unternehmen möglichst alles gemeinsam und treffen uns dazu entweder in der Kita Pusteblume oder in der Haldenwangschule. Von dort aus geht es fast täglich gemeinsam weiter zum jeweiligen Ausflugsziel. Schon der Transport ist dabei eine Herausforderung, vor allem wenn viele Rollstuhlfahrer dabei sind. Hinzu kommen Tische, Stühle und Pflegevorrichtungen, die ebenfalls untergebracht und transportiert werden müssen. Was von außen nach einem fröhlichen Ferientag aussieht, ist im Hintergrund also echte Teamarbeit“, betont Dominik.

„Oli“, wie Oliver von Dominik genannt wird, wird im kommenden Sommer bereits zum 35. Mal als ehrenamtlicher Betreuer dabei sein. „Meine Tochter ist von klein auf mit dabei gewesen und seit ihrem 18. Lebensjahr auch als offizielle Betreuerin dabei“, ist Oliver stolz auf Valeries Engagement und fährt fort: „Da sie vier Jahre eher angefangen hat als ich, könnte sie meine 35 Jahre toppen, wenn sie dabeibleibt“, lächelt er.

Info

Ist Ihr Interesse geweckt? Dann können Sie sich gerne für einen Platz als ehrenamtliche Begleitperson bewerben. Voraussetzungen sind ein einwandfreies Führungszeugnis und die Volljährigkeit. Die Stadtranderholung findet in diesem Jahr vom 20. Juli bis zum 31. Juli 2026, jeweils von 9 bis 16 Uhr, statt. Sprechen Sie mit Dominik Schütter, er erklärt Ihnen alles Weitere und freut sich auf Ihren Anruf unter 02362 201045.

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