Ein neuer Haarschnitt kann mehr sein als eine äußerliche Veränderung. Für 14 Frauen aus dem Ambulant Betreuten Wohnen wurde der Besuch im Friseursalon Hair Care zu einem besonderen Moment der Wertschätzung.
Ein Friseurbesuch ist für viele Menschen selbstverständlich. Für Frauen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, ist er jedoch oft kaum bezahlbar. Umso größer war die Freude bei der Frauengruppe des Ambulant Betreuten Wohnens des Verbandes Evangelischer Kirchengemeinden in Bottrop und Dorsten. Der Friseursalon Hair Care öffnete seine Türen für eine besondere Aktion.
Gemeinsam mit Betreuerin Lena Reinmuth konnten 14 Frauen das Angebot des Salons wahrnehmen. Sie erhielten kostenlos einen neuen Haarschnitt. Für viele von ihnen war dies deutlich mehr als ein Friseurbesuch. Es war ein Moment des Wohlfühlens, der Aufmerksamkeit und der neuen Lebensfreude.
Friseurinnen engagieren sich nach Feierabend
Besonders bemerkenswert war der Einsatz der Friseurinnen. Sie engagierten sich nach ihrem regulären Feierabend freiwillig für den guten Zweck. Mit viel Herzlichkeit, Geduld und Einfühlungsvermögen sorgten sie dafür, dass sich jede Frau willkommen fühlen konnte.
„Für die Frauen war das ein echtes Highlight“, berichtet Lena Reinmuth vom Ambulant Betreuten Wohnen. „Viele erleben im Alltag finanzielle Sorgen und stellen ihre eigenen Bedürfnisse oft hinten an. Umso wichtiger sind solche Momente, die Selbstwertgefühl und Gemeinschaft stärken.“
Die Aktion zeigte, wie viel ein vergleichsweise kleines Zeichen bewirken kann. Die Frauen verließen den Salon nicht nur mit neuen Frisuren. Sie gingen auch mit einem Lächeln im Gesicht und gestärktem Selbstbewusstsein nach Hause.
Unterstützung im Alltag und neue Perspektiven
Das Ambulant Betreute Wohnen nach § 67 SGB XII richtet sich an Menschen, die sich in besonderen sozialen Schwierigkeiten befinden. Sie erhalten Unterstützung dabei, ihren Alltag zu bewältigen und wieder mehr Stabilität zu gewinnen.
Ergänzend hilft die Eingliederungshilfe Menschen dabei, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Auch gesellschaftliche Teilhabe spielt dabei eine wichtige Rolle. Neben praktischer Hilfe sind deshalb auch soziale Kontakte, gemeinsame Aktivitäten und persönliche Stabilisierung wichtig.
Die Frauengruppe trifft sich regelmäßig in der Tagesstätte des Dorstener Wohnungsnotfallhilfe-Zentrums. Dort geht es um Austausch, Unterstützung und gemeinsame Erlebnisse, die den Alltag bereichern und neue Perspektiven eröffnen.
Interessierte, die Fragen zum Ambulant Betreuten Wohnen haben oder Unterstützung suchen, können sich an das Team des ABW wenden. Ansprechpartnerin ist Lena Reinmuth unter Tel. 0177 8364824. Weitere Informationen gibt es unter www.wohnungslosenhilfe-dorsten.de.




























