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Geschichtsstation an der Agathaschule zerstört

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Mit großer Bestürzung hat die Agathaschule die Zerstörung der 49. Dorstener Geschichtsstation festgestellt. Unbekannte hatten am Wochenende das Glas der Station auf dem Schulgelände so stark beschädigt, dass eine Reparatur nicht mehr möglich ist.

Die Geschichtsstation war erst im vergangenen Jahr an der Agathaschule eingeweiht worden. Sie erinnert an die Geschichte der Schule und verbindet diese mit dem heutigen Schulleben. Die Kinder hatten sich damals im Rahmen einer Projektwoche intensiv mit der Station beschäftigt. Viele eigene Beiträge wurden dort hinterlegt, damit andere Besucher Informationen über das frühere und aktuelle Schulleben erhalten können.

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Die zerstörte Tafel. Foto: Ulbrich

Umso größer ist nun der Ärger und die Enttäuschung an der Schule. Moritz und Maya stehen stellvertretend für alle Kinder der Agathaschule am Sockel der beschädigten Geschichtsstation. Sie machen deutlich, wie sehr die Zerstörung die Schulgemeinschaft trifft.

„Die Kinder fragen sich natürlich, warum etwas kaputt gemacht wird, was doch eigentlich so schön ist und woran jeder mitgearbeitet hat“, sagt Schulleiterin Klaudia Ulbrich.

Scherben von alkoholischen Getränken gefunden

Neben der zerstörten Station lagen nach Angaben von Schulleiterin Klaudia Ulbrich zahlreiche Scherben von alkoholischen Getränken. Wer für die Beschädigung verantwortlich ist, steht derzeit nicht fest. Der Vorfall wirft aus Sicht der Schule jedoch grundsätzliche Fragen auf.

Besonders betroffen mache nicht nur der entstandene Sachschaden, sagt Ulbrich. Es gehe auch um die fehlende Wertschätzung gegenüber fremdem Eigentum und gegenüber dem Engagement vieler Menschen, die solche Projekte möglich machen.

Eine Schule sei ein Ort des Lernens, der Gemeinschaft und des respektvollen Miteinanders. Der Schulraum dürfe kein Ort sein, an dem Menschen sich betrinken und fremdes Eigentum zerstören.

Falsches Signal an die Kinder

Die Zerstörung der Geschichtsstation trifft die Schulgemeinschaft auch deshalb, weil die Station gerade für die Kinder eine besondere Bedeutung hatte. Sie hatten sich aktiv eingebracht und konnten sehen, dass ihre Arbeit Teil eines sichtbaren Projekts geworden ist.

Nun bleibe die Frage, welches Signal ein solches Verhalten an die Kinder sende, sagt Ulbrich. Wer Gegenstände zerstöre, die anderen gehören und der Gemeinschaft dienen, handle genau entgegen den Werten, die Kindern in der Schule vermittelt werden sollen.

Die 49. Geschichtsstation an der Agathaschule war im vergangenen Jahr feierlich enthüllt worden. Sie ist Teil des Dorstener Projekts der Geschichtsstationen, das an zahlreichen Orten im Stadtgebiet an lokale Geschichte erinnert.

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