Die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft erhöht zum 1. Juli 2026 ihre Wasserpreise. Betroffen ist auch Dorsten. Für Haushalte steigen sowohl der Mengenpreis für Trinkwasser als auch der sogenannte Systempreis.
Dorsten gehört zum Versorgungsgebiet der RWW
In Dorsten müssen sich Haushalte ab Juli auf höhere Kosten für Trinkwasser einstellen. Nach Angaben der RWW steigt der Mengenpreis für 1.000 Liter Trinkwasser von bisher 1,56 Euro auf 1,62 Euro brutto. Das entspricht einer Erhöhung um sechs Cent je Kubikmeter.
Auch der Systempreis wird angepasst. Dieser deckt nach Angaben des Unternehmens die Betriebs- und Vorhalteleistung der Wasserversorgung ab. Er richtet sich nach der Zahl der Wohneinheiten, die über eine Hausanschlussleitung mit Trinkwasser versorgt werden.
Für ein Einfamilienhaus steigt der Systempreis um 15,13 Euro pro Jahr auf 306,02 Euro brutto. Bei einem Haus mit drei Wohneinheiten erhöht sich der Betrag um 49,67 Euro auf 445,68 Euro. Bei sechs Wohneinheiten steigt der Systempreis um 70,70 Euro auf 656,12 Euro. Die Anpassung liege laut RWW im Durchschnitt bei rund 5,8 Prozent.
Mehrkosten hängen vom Verbrauch ab
Für einen Einfamilienhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern bedeutet die Änderung nach Angaben der RWW monatliche Mehrkosten von 1,96 Euro brutto.
In Mehrfamilienhäusern fallen die Mehrkosten je Haushalt geringer aus. Bei einem Haus mit drei Wohneinheiten nennt RWW durchschnittlich 1,81 Euro brutto pro Monat und Haushalt. In einem Haus mit sechs Wohneinheiten seien es 1,40 Euro, in einem Haus mit acht Wohneinheiten 1,23 Euro. Grundlage sei jeweils ein Jahresverbrauch von rund 90 Kubikmetern pro Haushalt.
RWW verweist auf gestiegene Kosten
Als Gründe für die Preisanpassung nennt RWW unter anderem höhere Energiepreise, gestiegene Kosten für Rohstoffe, Fremdleistungen und Personal. Auch Tarifabschlüsse aus dem Jahr 2026 wirkten sich laut Unternehmen auf die Kosten aus.
Bei Fremddienstleistungen wie Tiefbau und Leitungstechnik gebe es zudem Nachholeffekte bei der Neuvergabe von Rahmenverträgen. RWW verweist außerdem auf höhere Anforderungen an Betreiber kritischer Infrastruktur. Die Wasserversorgung müsse auch in Krisensituationen jederzeit gesichert bleiben.
Nach Darstellung des Unternehmens könnten die gestiegenen Kosten nur teilweise durch Effizienzmaßnahmen aufgefangen werden. Deshalb gebe RWW einen Teil der Preissteigerungen weiter.
Hausanschlüsse müssen zugänglich bleiben
Neben den Tarifen passt RWW auch die ergänzenden Versorgungsbedingungen an. Hausanschlüsse müssen demnach jederzeit frei zugänglich sein. Das Unternehmen begründet dies mit notwendigen Wartungs-, Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten.
Unzulässig seien Überbauungen, dauerhaft gelagerte Materialien oder das Pflanzen von Bäumen, wenn dadurch die Betriebssicherheit oder notwendige Arbeiten beeinträchtigt werden. Auch Absperrvorrichtungen und Messeinrichtungen müssen sichtbar bleiben. Entstehen durch Verstöße zusätzliche Kosten, sollen diese vom Anschlussnehmer getragen werden.
Die neuen allgemeinen Tarife sind nach Angaben der RWW auf der Internetseite des Unternehmens sowie im elektronischen Bundesanzeiger einsehbar. Neben Dorsten sind unter anderem Bottrop, Gladbeck, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Schermbeck in Teilen sowie Raesfeld-Erle betroffen.




























