Der Dorstener TC Jüntgen hat das erfolgreichste Wochenende seiner Vereinsgeschichte mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft gekrönt. Bei der erstmals im Final-Four-Format ausgetragenen Endrunde der Herren 30 setzte sich das Team auf der eigenen Anlage zunächst souverän gegen den Karlsruher ETV durch. Im Finale folgte ein packender 5:4-Erfolg gegen den TC Großhesselohe.

Großes Interesse bei den Tennisfans
An beiden Tagen zog die Anlage des DTC zahlreiche Tennisfans aus Dorsten und der gesamten Region an. Vereinspräsident Paul Tüshaus und sein engagiertes Team konnten sich in der Spitze über rund 800 begeisterte Zuschauer freuen. Sie bekamen hochklassigen Tennissport, mehrere ehemalige Profis und ein Endspiel geboten, das bis zum letzten und entscheidenden Doppel hochspannend blieb.
Halbfinale am Samstag
Bereits im Halbfinale am Samstag unterstrichen die Dorstener ihre Titelambitionen. Gegen den Karlsruher ETV gewann der DTC sämtliche sechs Einzel und anschließend auch alle drei Doppel. Gijs Brouwer legte mit einem 6:4 und 6:3 gegen Matthieu Roy den Grundstein für den erfolgreichen Auftakt. Riccardo Bonadio dominierte seine Begegnung gegen Adrian Bodmer und setzte sich mit 6:2 und 6:1 durch. Antonio Massara bezwang Ahmad Hamijou mit 6:2 und 6:3, während Gabriel Hidalgo gegen Hannes Abt einen 6:3- und 6:2-Erfolg verbuchte.

Spannend machte es Jean-Marc Werner. Nach einem verlorenen ersten Satz gegen Patrick Eichenberger kämpfte er sich zurück und entschied das Match schließlich mit 6:7, 6:3 und 10:8 für sich. Daniele Capecchi rundete die makellose Bilanz in den Einzeln mit einem deutlichen 6:1 und 6:0 gegen Sebastian Geigle ab.
Auch in den Doppeln ließ der DTC nichts anbrennen. Brouwer und Bonadio gewannen ihre Partie mit 6:1 und 6:4. Hidalgo und Werner siegten mit 6:2 und 7:6, ehe Michel Meijer und Jake Mak durch ein 6:3 und 7:5 den 9:0-Endstand perfekt machten. Damit zog der Gastgeber ohne einen einzigen verlorenen Punkt in das Finale ein.
Finale am Sonntag
Dort wartete am Sonntag mit dem TC Großhesselohe eine deutlich größere Herausforderung. Der Südmeister war mit einer prominent besetzten Mannschaft nach Dorsten gereist. Besondere Aufmerksamkeit galt dem früheren Weltranglistenzweiten Tommy Haas, dessen Auftritt zahlreiche Zuschauer auf die Anlage lockte.

Im Duell mit Gijs Brouwer entwickelte sich von Beginn an ein hochklassiges Match. Der Dorstener gewann den ersten Satz im Tiebreak, musste den zweiten Durchgang jedoch deutlich abgeben. Im entscheidenden Match-Tiebreak behielt Haas knapp mit 11:9 die Oberhand.
Die Gastgeber ließen sich von diesem Rückschlag nicht beeindrucken. Riccardo Bonadio setzte sich gegen Matthias Bachinger mit 7:6 und 6:4 durch. Gabriel Hidalgo gewann gegen Philipp Oswald mit 7:5 und 6:1. Jean-Marc Werner bezwang Maximilian Wimmer mit 6:3 und 6:1, während Daniele Capecchi gegen Emanuel Fraitzl einen 6:3- und 6:2-Erfolg feierte.
Antonio Massara musste sich dagegen Dennis Bloemke geschlagen geben. Dennoch ging der DTC mit einer komfortablen 4:2-Führung aus den Einzeln. Zum Gewinn der Meisterschaft fehlte nur noch ein Punkt. Großhesselohe kämpfte sich jedoch noch einmal heran.

Drei Doppel wurden parallel ausgetragen
Die drei Doppel wurden parallel ausgetragen. Brouwer und Bonadio mussten sich Tommy Haas und Matthias Bachinger mit 5:7 und 2:6 geschlagen geben. Auch Gabriel Hidalgo und Jean-Marc Werner unterlagen Philipp Oswald und Emanuel Fraitzl. Nach einem 3:6 und 6:3 fiel die Entscheidung im Match-Tiebreak, den das Duo aus Großhesselohe mit 10:7 gewann. Damit richteten sich schließlich alle Blicke auf die letzte noch laufende Begegnung zwischen Antonio Massara und Daniele Capecchi sowie Dennis Bloemke und Luis Rattenhuber. Die Dorstener entschieden den umkämpften ersten Satz im Tiebreak für sich und behielten im zweiten Durchgang mit 6:3 die Oberhand. Massara und Capecchi sicherten dem DTC damit den entscheidenden fünften Punkt zum 5:4-Erfolg und zur Deutschen Meisterschaft.

Den Meisterschaftspokal hatte Robert Hampe, Vizepräsident des Deutschen Tennis Bundes, mit nach Dorsten gebracht. Überreicht wurde die Trophäe anschließend von Bürgermeister Tobias Stockhoff an die siegreiche Mannschaft.
Auch abseits der Plätze war das Final-Four-Wochenende ein Riesenerfolg. Präsident Paul Tüshaus und sein Team sorgten gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern für professionelle Bedingungen und einen reibungslosen Ablauf. Angenehme Temperaturen, ein umfangreiches Rahmenprogramm und die Nähe zu den Spielern trugen zu einer unglaublichen Atmosphäre an den beiden Tagen bei.












































