StartStadtteileLembeck„Vom Hemd bis zum Kerzenleuchter“ - Vortrag auf Schloss Lembeck

„Vom Hemd bis zum Kerzenleuchter“ – Vortrag auf Schloss Lembeck

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Materielle Kultur auf Schloss Lembeck unter Maria Anna Theodora von Westerholt (1665 – 1742)

Im Rahmen des 325-jährigen Schloss-Jubiläums hatte Graf Merveldt zu diesem Vortrag eingeladen. Der altehrwürdige Schlaunsche Saal war fast bis auf den letzten Platz gefüllt.

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Nach den Grußworten von Bürgermeister Tobias Stockhoff,  Dr. Peter Worm, Referatsleiter des LWL Archivamts für Westfalen und dem Vorsitzenden des Vereins „1000 Jahre Lembeck e.V.“ Ludger Große-Heidermann, referierte Dr. Antje Diener-Staeckling zu dem auf den ersten Blick zu dem nicht besonders aufregenden Thema „Vom Hemd bis zum Kerzenleuchter“.
Sie verstand es aber, der schlichten Mobilienliste, die im Schloss-Archiv aufbewahrt wird, Leben einzuhauchen, indem sie auf die besonderen familiengeschichtlichen Hintergründe ein ging und zahlreiche interessante Details nannte.

Penibel aufgezählt

In diesen Inventarlisten sind alle sich in jedem einzelnen Zimmer befindenden Gegenstände penibel aufgezählt, eben „vom Hemd bis zum Kerzenleuchter“ oder auch von „angeschlagenen Tellern bis zum Waffeleisen“.
Sie erwähnte auch, dass Maria Anna Theodora von Westerholt nicht auf Schloss Lembeck gestorben ist, sondern im Haus Hagenbeck, in Holsterhausen an der Lippe gelegen, obwohl zu ihren Lebzeiten der Ausbau von Schloss Lembeck im Jahr 1692 vollendet wurde. Maria Theodora von Westerholt hat auch nie in dem als Witwensitz gedachten Michaelisstift gewohnt, weil es ihr zu klein war, vermutete die Referentin.

Gräflich eingeladen

Nach dem Vortrag wurden alle Gäste von der gräflichen Familie eingeladen, den Abend in der Galerie bei selbst gemachten Häppchen, kühlen Getränken und guten Gesprächen, auch mit der Referentin, gemütlich ausklingen zu lassen.

Der Vortrag wird demnächst ebenso wie die beiden noch folgenden am 7. September und am 4. Oktober in der Vestischen Zeitschrift veröffentlicht werden.

Quelle: Text Ludwig Drüing und Fotos Renate Chmielewski.

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