Flashmob der Young Caritasin Dorsten
Dorsten. „Dann machen wir mal ein bisschen Flashmob“, sagte ein Mann beim Caritasverband – und läuft los. Mit ihm sind viele andere gekommen.

Mit Trillerpfeife, Ratschen und allem, was Krach macht, ausgerüstet. Wer am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr auf dem Marktplatz in Dorsten unterwegs war, in eines der umliegenden Cafés einkehrte – oder Einkäufe erledigen musste, hatte vielleicht eine Menschentraube gesehen, die lautstark auf dem Marktplatz stand.

Mehr Toleranz
Hintergrund war ein Flashmob der Young Caritas mit einer Botschaft: „Unter der Haut sind wir alle gleich“, stand auf Kartonschildern geschrieben. Eine Botschaft, die für mehr Toleranz und Akzeptanz in der Gesellschaft steht. Eine Botschaft, die jeder in seinem Herzen verankern sollte.

Auf die Idee zur Aktion kam Nesli Keven. Sabine Cremer der Caritas Dorsten unterstützte sie bei der Umsetzung. „Ich finde es sehr traurig, dass nicht alle so akzeptiert werden, wie sie sind“, erklärte Nesli Keven. Sie selbst hat erlebt, wie ihre Schwester gemobbt wurde. „Nur, weil meine Schwester auf eine Prothese angewiesen ist“. Die Initiatorin will ein Zeichen setzen, der Toleranz eine Stimme geben und Zusammenhalt stärken.

Von Menschen für Menschen
Jeder der mitmachte, trat dafür ein, tolerant gegenüber unseren Mitmenschen zu sein. Unabhängig von Behinderung, kultureller und sozialer Herkunft. Unabhängig von Alter, Religion oder sexueller Identität.

Im Endeffekt ist jeder Mensch unterschiedlich. Aber doch ein Mensch – und damit gleich. „Man sollte jeden so akzeptieren und respektieren, wie er ist“, so der Tenor. Auch Altug Taylan vom Asylcamp an der Bochumer Straße war dabei – und hatte sich spontan angeschlossen: „Ich finde die Aktion toll“, sagte er begeistert und bedankte sich bei den Initiatoren.
Der Flashmob der Young Caritas hat ein Zeichen gesetzt. Ein Zeichen von Menschen für Menschen. Ein Zeichen, das gelebt werden will. Erst recht in der heutigen Zeit.
von: Marie-Therese Gewert































