Dorsten. Kamelle, Konfetti und Kostüme – ein lautes Helau echote beim Rosenmontagsumzug durch Dorstens Straßen.
Rund 3000 feiernde Karnevalisten jubelten rund 25 Truppen und Wagen zu, die von der Altstadt mit Polizeieskorte einmal quer durch die Stadt zogen.

Kinder wie Erwachsene standen teils verkleidet am Straßenrand. Sie mussten nur kurz den Regenschirm aufspannen. Das Wetter meinte es gut mit ihnen. Selbst die Sonne lugte ab und zu aus dunklen Wolken heraus – und ließ Wärme in die Herzen der unermüdlich Feiernden. Auf geschmückten Wagen standen die Jecken und Narren der einzelnen Stadtteile.

Superhelden, Clowns und Einhörner
Konfetti regnete auf die Menge herab. Helau-Rufe waren zu hören. Die Narren auf den Wagen antworteten mit bunten Bonbons und leckeren Süßigkeiten. So landeten köstliche Naschereien auf grauem Asphalt und verschwanden sogleich in den Beuteln der Kinder und Erwachsenen. Wo sonst trifft der Dorstener auf Tiger, Superhelden, Clowns und Einhörner an einem Ort, wenn nicht beim Karneval?

Kurz vor dem Rosenmontagsumzug hatten sich die Organisatoren aufgrund der stürmischen Wetterprognosen am Wochenende zusammengefunden und entschieden: „Wir ziehen das durch“.
Wir ziehen das durch
Kurz vorher – am Vormittag – pfiff der Wind dann doch sehr stark durch die Gassen, sodass die Verantwortlichen eine Krisensitzung ins Leben riefen. Zugleiter Rudolf Haller und die Verantwortlichen schauten kritisch auf ihre Wetter-App und entschieden: „Wir ziehen das durch.“ Ein Einfall, der trotz Narrenfreiheit an Karneval alles andere als närrisch war.

Das bestätigten spätestens die Dorstener Karnevalisten, die neben Kamelle auch viel gute Laune mitgebracht hatten. Unter ihnen auch Bürgermeister Tobias Stockhoff, der wie auch im vergangenen Jahr im alten Feuerwehrauto mitfuhr.
Bei wechselhaftem Wetter blieben die Jecken gelassen und ausgesprochen friedlich. Einschreiten musste die Polizei nicht. Einsatzleiter Volker Karbowski: „Die Menschen haben vorbildlich gefeiert!“

von Marie-Therese Gewert
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