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Bürgerbeteiligung zum Bau Tisa-Brunnen

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Bürger können sich zum neuen Tisa-Brunnen auf dem Marktplatz beteiligen

Firma Voßbeck-Elsebusch fertig dafür Muster-Abgüsse von zwei Beton-Reliefs

Dorsten (pd). Zur Zukunft des Tisa-Brunnens hat der Rat der Stadt Dorsten im Juni beschlossen, dass am alten Standort wieder ein Brunnen errichtet wird. Ob dies eine Nachbildung des bekannten Wasserspiels sein soll oder ein neuer Entwurf, der Wertschätzung für das Wirken von Tisa zum Ausdruck bringt – diese Frage soll nach dem Willen des Rates unter Beteiligung der Bürger beantwortet werden.

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Tisa Brunnen Reliefplatte

Mit Blick auf eine mögliche Nachbildung des Brunnens hatte das Dorstener Unternehmen Voßbeck-Elsebusch Betonprodukte GmbH angeboten, von zwei ausgewählten Relief-Platten kostenfrei Abgüsse zu erstellen – sozusagen als „Muster“ für die weitere Diskussion. Die Stadt nimmt dieses Angebot danken an und hat am Dienstag dieser Woche gemeinsam mit dem Steinbildhauer Rainer Kuehn zwei Motive ausgewählt.

Es handelt sich dabei um je eine Bild- und eine Schriftplatte mittlerer Qualität:

  • Die Bildplatte zeigt das Flussschiff „Dorstener Aak“ und befand sich an der Seite des Brunnens.
  • Die Schriftplatte erzählt von „ungebetenen Gästen“ in der Stadt – also kriegerischen Angriffen, Gefangennahmen sowie drei Pestausbrüchen in Dorsten. Sie befand sich im Mittelteil des Brunnens.

Es wird etwa acht Wochen dauern, bis die Abgüsse fertiggestellt sind. Diese sollen einen Eindruck vermitteln, wie eine Replik des Brunnens insgesamt aussehen könnte und sind ein wichtiger Baustein in der weiteren Diskussion. Die Stadtverwaltung wird in der Zwischenzeit ein Konzept entwickeln für die weitere Beteiligung der Bürger.

Dass die derzeit sicher gelagerten Originalreliefs an einem neuen Brunnen Verwendung finden, hatte der Rat hingegen mit Blick auf die nach sechs Jahrzehnten massiven Schäden ausgeschlossen. Die Platten sollen laut Ratsbeschluss „dauerhaft gesichert und in angemessener Weise der Öffentlichkeit als lesbare und mahnende Stadtgeschichte (z. B. in Form eines Wandfrieses) zugänglich gemacht werden.“ An welchem Standort und in welcher Form – auch das soll unter Beteiligung der Bürgerschaft geklärt werden.

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