Der Stil heilt alle Wunden
Es ist das Recht und die Pflicht einer jeden demokratisch legitimierten Partei Transparenz einzufordern, Missstände zu hinterfragen und aufzudecken sowie Konsequenzen daraus zu fordern und durchzusetzen.
Die Kritik und die Anträge der AfD bezüglich des umstrittenen Zinsgeschäfts sind also grundsätzlich zu begrüßen. Unterm Strich stehen nun ja wohl auch unabhängige Untersuchungen, die endgültig Klarheit zu den strittigen „Swap“-Fragen bringen werden.
Doch war das überhaupt die Motivation der AfD? Ihr Fraktionsvorsitzender Heribert Leineweber wollte „einen Finger in die Wunde legen“. Er wollte deutlich machen, wie „schäbig“ das Geld der Bürger „verpulvert“ wird. Ein ehrenvoller Gedanke.
Wenn dieses Ansinnen aber offensichtlich mit populistischem Handwerkszeug angegangen wird, mit dem die AfD dann auch noch unsachgemäß umgeht, kommt auch kein noch so ehrenvoller Gedanke ins Ziel.
Am Ende sind es die Strafanzeige von „Die Fraktion feat. Die Linke“ und ein einstimmig angenommener SPD-Antrag, die jetzt die längst überfälligen unabhängigen Untersuchungen ins Rollen bringen.
So werden dann auch keine Finger in Wunden gelegt. So werden Wunden fachmännisch untersucht, gesäubert, behandelt und verbunden. Zum Glück für den Patienten. Denn der wird nur gesund, wenn die Wunden nachhaltig heilen.




























