Vereinsmitglieder, sowie Gäste aus Politik, Verwaltung und Handwerk würdigen Auszeichnung an Helmut Winkler und den TSZ Wulfen.
Wulfen. Am vergangenen Sonntag, 19.9.21, feierte der TSZ Royal Wulfen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den ersten Vorsitzenden Helmut Winkler und die Einweihung des frisch renovierten Trainingszentrums am Rhönweg 7.
Neben Dankesreden an die Wegbegleiter und Unterstützer aus Verein, Familie und Politik, fallen auch kritische Worte über die Herausforderungen an die Vereinsarbeit und die Schwierigkeit Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen.

Zur Begrüßung tritt Stefan Barbie (stellv. Vorsitzender) an das Mikrofon. Mit den Worten „Sein Baby“ deutet er auf ein Foto vom Gebäude des Trainingszentrums und Helmut Winkler. Über 23 Jahre ließ Helmut Winker den Wunsch reifen, aus der Kleinschwimmhalle am Wittenbrink diese „Perle eines Trainingszentrums“ entstehen zu lassen. Darin stecke sehr viel Eigenleistung. Mit einem Augenzwinkern bringt er die Vermutung an, dass Helmut neben Familie, Beruf, der Vorstandsarbeit und des jahrelanges Vorsitzes im Stadtsportverband Dorsten, einfach noch viel Zeit übrig hatte.

Sein zweites Bundesverdienstkreuz
Helmut Winkler ist ein Macher. Voller Tatendrang. Engagiert sich seit Jahrzehnten für Menschen, für den Sport und das Vereinswesen. Bereits zum zweiten Mal würdigte der Bundespräsident seinen außerordentlichen Einsatz mit dem Bundesverdienstkreuz, welches ihm am 06. September durch Landrat Bodo Klimpel in Recklinghausen überreicht wurde (zum Bericht auf Dorsten online).
Funktionär, Multiplikator, Kämpfer
,,Die Auszeichnung ist mehr als gerechtfertigt“, bekräftigt Tobias Stockhoff die Verleihung an Helmut Winkler. Dorstens Bürgermeister kommt am Sonntag ebenfalls in die Trainingsstätte des TSZ Wulfen und lässt es sich nicht nehmen ein paar persönliche Worte an Helmut Winkler zu richten: ,,Der Umbau der Kleinschwimmhalle, die Aufstockung und jetzt die erste große Sanierung. Alles Projekte, die maßgeblich mit Helmut Winkler verbunden sind. Größtenteils während Helmut voll im Beruf stand “. Helmut Winkler sei Funktionär, Multiplikator und ein Kämpfer für den Sport.
,,Danke für so manche Konsequenz, die du am Ende dann durchgeboxt hast“. Tobias Stockhoffs Dank richtet sich auch an das Team hinter Helmut Winkler, an die Vereinsfamilie. Über die letzten Jahrzehnte haben sie „schon so manche Sache gewuppt und so manche Herausforderung gemeistert.“ Das Kreuz sei auch eine Auszeichnung für ihr Engagement.

Kritik an die große Politik
Dann tritt auch Helmut Winkler an das Mikrofon. Er bedankt sich bei allen Unterstützern, insbesondere bei seiner Familie und seinen Vorstandskollegen*innen. Eine kleine Kritik müsse er jedoch äußern. Gerichtet an die „große Politik“. Die Rahmenbedingungen werden immer schlimmer, so Winkler. Steuern, Transparenzregister, Datenschutz. Die ganz große Politik mische sich zu stark in die kleinen Sachen ein. Das sei nicht gut für die Vereine. Leute für das Ehrenamt zu gewinnen sei schwer.

„Ich bin die Rampensau“
Winkler richtet seinen Dank erneut an seine Vorstandskollegen*innen und allen Mitwirkenden: Der TSZ Wulfen, das sind sie „alle zusammen als Team und nicht Helmut Winkler alleine“.„Ich bin die Rampensau“, betitelt sich Winkler selbst, „aber hinten im Back-Up gibt es ganz tolle Menschen, die das alles ordentlich und vernünftig machen. Nur einer muss draußen die Rübe hinhalten – das bin ich.“
Wie Tobias Stockhoff es zum Abschluss seiner Rede treffend formuliert: Helmut Winkler hat sich eine Umarmung von uns allen verdient. Corona-bedingt bleibt es am Sonntag aber nur beim symbolischen Schulterklopfer.
Mehr aktuelle Information über den TSZ Royal Wulfen unter tsz-wulfen.de und Facebook/TSZ Royal Wulfen e.V.




























