Diesmal soll es klappen. Gemeinsam mit sechs Nachbarkommunen startet Dorsten einen zweiten Anlauf, um in ein millionenschweres Förderprogramm der EU aufgenommen zu werden.
Es winken 3,1 Millionen Euro zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.
Dorsten schickt die Stadtteile Rhade, Lembeck, Deuten und Alt-Wulfen ins Bewerberrennen. Zusammen mit den Nachbarn Dülmen, Haltern am See, Heiden, Raesfeld, Reken und Olfen bilden sie die „Hohe Mark“. 2015 war der Verbund noch gescheitert. Jetzt geht es um die nächste Förderperiode 2023 bis 2029.
Ländliche Regionen stärken
Ziel ist, als sogenannte „Leader“-Region in das Strukturförderprogramm aufgenommen zu werden. „Leader“ steht dabei für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“, oder zu Deutsch: „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Das Geld soll für „Projekte zur Umsetzung der Regionalen Entwicklungsstrategie sowie das Regionalmanagement“ dienen. Konkret heißt das: die ländlichen Regionen sollen sich in Aktionen und Angeboten zusammenschließen und so stärker auftreten können.
Land bezuschusst Bewerbung
Voraussetzung für die Bewerbung ist die Gründung eines „regionalen Leader-Vereins“. Die politische Zustimmung dazu gilt in den einzelnen Kommunen als sicher. An diesem Verein müsste sich jede Kommune mit 2.000 Euro beteiligen. Geld, mit dem die Bewerbungskosten gedeckt werden sollen. Einen Großteil derer will aber das Land übernehmen. Ein entsprechender Bescheid über die Übernahme von 65 Prozent dieser Kosten hat die Bezirksregierung bereits erteilt.
Entscheidung im Sommer 2022
Fließen dann tatsächlich bis zu 3,1 Millionen Euro aus Brüssel, müssten sich die sieben Nachbarkommunen noch mit 10.000 Euro pro Jahr an laufenden Kosten etwa für Personal und Öffentlichkeitsarbeit beteiligen. Die Entscheidung, welche Bewerber in das Förderprogramm aufgenommen werden, wird für Sommer 2022 erwartet.




























