Im September 2022 wird aus dem „RE 6671“ ein Ex-Feuerwehrauto.
„Dieses Fahrzeug wird aufgrund seines technischen Zustandes die nächste HU nicht bestehen“, so die Verwaltung. Ein Neues muss her. Und das werde 330.000 Euro kosten.
Dorsten. Der „RE 6671“ ist eine HLF-Reserve. Soll heißen: Er kommt nur noch als technische Reserve zum Einsatz, also wenn eines der eigentlichen Einsatzfahrzeuge eben nicht einsatzfähig ist. Ansonsten fristet der „RE 6671“ sein Dasein als Ausbildungsfahrzeug für die Jugendfeuerwehr. Doch er war und ist mehr als ein feuerrotes Spielmobil. Auf dem „RE 6671“ finden jährlich die B1 Grundausbildungslehrgänge statt.
Ersatz ist „zwingend notwendig“
Doch wenn der TÜV den Wagen im kommenden September aus dem Verkehr zieht, steht für die Jugendfeuerwehr überhaupt kein Fahrzeug mehr zur Verfügung. Und damit auch keine Reserve für die ehrenamtlichen Löschzüge und die Hauptwache. Geht nicht, sagt die Feuerwehr und bezeichnet eine „Ersatzbeschaffung“ als „zwingend notwendig“.
Aber einen „Gebrauchten“ gibt‘s nicht
Für die Brandbekämpfer hätte es dabei auch ein „Gebrauchter“ getan, den es vom Institut der Feuerwehr NRW (IdF) gegeben hätte. Doch das dafür einzuhaltende Bieterverfahren ist im Oktober abgelaufen. Ohne Gebot aus Dorsten. Denn der aktuelle Brandschutzbedarfsplan, an dem sich die „investive Haushaltsplanung des StA37 (des zuständigen Stadtamts 37, Anm. der Red.) sieht „keine Beschaffung für das benötigte HLF vor“.
Dafür einen Nagelneuen
Übersetzt heißt das: Für so ein TÜV-Dilemma war kein Geld eingeplant. Also Geld für einen „Gebrauchten“. Der Bedarf der Feuerwehr muss als „neue investive Maßnahme zum Beratungsverfahren 2022 angemeldet“ werden. Dauert jetzt länger, aber dafür wird aus dem „Gebrauchten“ auch ein „Nagelneuer“ für kalkulierte 330.000 Euro.




























