Nicht mehr zeitgemäß und nicht gendergerecht. Damit begründet das Petrinum den Willen nach einer kleinen, aber feinen Namensänderung. Oder besser: Namensanpassung.
Geht es nach dem Willen der Schule, soll aus dem „Gymnasium Petrinum Dorsten – Städtisches Gymnasium für Jungen und Mädchen“ künftig das „Städtische Gymnasium Petrinum Dorsten“ werden. Über die Namensänderung entscheidet der städtische Ausschuss für Schule und Weiterbildung.
Mehr Gendergerechtigkeit
Mit der Namensanpassung will die Schule mehr Gendergerechtigkeit erzielen. Durch den derzeit geführten Zusatz „für Jungen und Mädchen“ seien „nonbinäre Personen ausgeschlossen“, heißt es. Es ist „ausdrücklicher Wunsch der Schule, dass auch der Schulname der gelebten Vielfalt der Schulgemeinde entspricht; losgelöst von Erwartungen, Konventionen, geschlechtstypischen Sozialisationsverläufen und Rollenzuschreibungen, die mit dem biologischen Geschlecht in einer Gesellschaft verbunden sind“, so eine Verwaltungsvorlage.
Zur Geschichte des Petrinums
Das 1642 gegründete Gymnasium der Stadt Dorsten war zunächst eine höhere Schule für die heranwachsende männliche Jugend. Um die Erziehung und Schulbildung der weiblichen Jugend kümmerten sich etwa fünfzig Jahre später die Ursulinen, die 1699 in Dorsten eine Ordensniederlassung gründeten. Besuchten das Petrinum bis zu Beginn der 1970er Jahre ausschließlich Jungen und das St. Ursula Gymnasium nur Mädchen, hielt die Koedukation in den 1970ern Einzug an beiden Schulen.




























