StartLokalesDorstenArbeit des jüdischen Museums ist für alle Generationen notwendig

Arbeit des jüdischen Museums ist für alle Generationen notwendig

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Jüdisches Museum in Dorsten erhält Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro

Der Rat der Stadt Dorsten beschließt den Antrag in der vergangenen Ratssitzung einstimmig.
Bürgermeister Stockhoff übergibt den Förderbescheid an Dr. Kathrin Pieren und Dr. Norbert Reichtling.

Das Jüdische Museum Westfalen mit Sitz in Dorsten erhält einen Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro. Der Rat der Stadt Dorsten hat den gemeinsamen Antrag der Ratsfraktionen CDU und SPD und des Ratsherrn der FDP in der vergangenen Ratssitzung einstimmig beschlossen. Bürgermeister Tobias Stockhoff übergab nun den Förderbescheid an Dr. Kathrin Pieren, die Leiterin des Jüdischen Museums und an Dr. Norbert Reichling, 1. Vorsitzender des Trägervereins Jüdisches Museum.

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Durch verbesserten Jahresabschluss soll die Summe durch Zinsersparnisse gedeckt werden

Im Ratsbeschluss heißt es: Der Rat der Stadt Dorsten beschließt, dass der Trägerverein des Jüdischen Museums Westfalen (Verein für jüdische Geschichte und Religion) für den Zeitraum 2022 bis 2026 einen städtischen Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro bei entsprechender Haushaltslage erhalten soll. Der Rat hat die Verwaltung beauftragt, die Summe möglichst durch verbesserte Jahresabschlüsse u.a. aus Zinsersparnissen zu decken.

Im Fachausschuss wird jährlich berichtet, wie die Mittel eingesetzt wurden

Der Verein für jüdische Geschichte und Religion darf von der Gesamtsumme in den Jahren 2022 bis 2026 jährlich maximal 40.000 Euro nutzen, um verringerte Zuweisungen der Stiftung Jüdisches Westfalen auszugleichen. Im Jahr 2025 soll darüber hinaus der Ausgleich bei maximal 30.000 Euro und im Jahr 2026 bei maximal 20.000 Euro liegen. Nicht genutzte Restmittel, so sieht es der Beschluss vor, können in Folgejahre übertragen werden. Einmal pro Jahr wird der Verein Jüdische Geschichte und Religion im Fachausschuss berichten, wofür die Mittel eingesetzt wurden.

Dr. Norbert Reichling (1. Vorsitzender des Trägervereins Jüdisches Museum), Bürgermeister Tobias Stockhoff und Dr. Kathrin Pieren (Leiterin des Jüdischen Museum) Quelle: Jüdisches Museum

Arbeit des Museums wird von der Stadtgesellschaft geschätzt

„Wir sind hocherfreut, dass die Stadt Dorsten dem Jüdischen Museum Westfalen für die nächsten fünf Jahre eine Übergangsfinanzierung gewährt hat, die es ermöglicht, die aufgrund tiefer Zinsen stark reduzierten Einnahmen aus der Museumsstiftung auszugleichen. Dass der Entscheid im Stadtrat so breit getragen wurde, zeigt, dass unsere Arbeit von der Stadtgesellschaft geschätzt wird“, sagt Dr. Kathrin Pieren.

Sichtbar und wirksam sein

Die Leiterin des Museums ergänzt: „Obwohl das Jüdische Museum von seiner Sammlung her regional ausgerichtet ist, gehören die Schulen und die sozialen und kulturellen Organisationen der Stadt Dorsten zu unseren engsten und wichtigsten Partnern.

Als Jüdisches Museum Westfalen sind wir der Stadtgesellschaft daher stark verpflichtet und immer bemüht, mit unserer Arbeit in den Bereichen jüdische Geschichte und Kultur sowie Demokratieförderung auch in der Region und darüber wirksam und sichtbar zu sein.“

Relevanz der Zeitzeugen ist wichtig – Sie muss für kommende Generationen bewahrt werden

Tobias Stockhoff sagt: „Es ist richtig und wichtig, dass die Politik das Jüdische Museum Westfalen in unserer Stadt erneut unterstützt. Die Arbeit, die Frau Dr. Pieren und Herr Dr. Reichling mit einem engagierten Team leisten, ist unverzichtbar.

Gerade in einer Zeit, in der immer weniger Zeitzeugen berichten und warnen können, ist es ungemein wichtig, sich der Geschichte in anderer Form zu stellen, um die mahnende Erinnerung an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte für kommende Generationen zu bewahren. Das Jüdische Museum ist längst nicht nur ein Museum, sondern zugleich auch Lehrhaus und Unterrichtsort von überregionaler Bedeutung“.

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