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Biberbande und Corona-Hamster

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Sowohl am PC als auch am Tablett entstehen Claudia Essers Illustrationen Foto: Christian Sklenak

Claudia Esser ist sicherlich vielen Dorstenern bekannt. Einige kennen sie von ihren Aktivitäten in St. Agatha, andere wiederum mögen ihre Illustrationen in den Büchern der Biberbande. Und insbesondere Eltern waren sicher froh, mithilfe von Claudias Coronahamstern ihren Kindern die Corona-Hygieneregeln erklären zu können. Ihre berufliche Laufbahn startete Claudia Esser jedoch nicht als Illustratorin.

Eine neue berufliche Richtung

Die studierte Bauingenieurin fühlte sich in ihrem Büro zwar nicht unwohl, aber so ganz das Richtige war es für sie auch nicht. „Es ist nun einmal schwer, Familie und Mitarbeiter unter einen Hut zu bekommen und allen gerecht zu werden“, erklärt die sympathische Dorstenerin. „Zudem wollte ich mehr mit Menschen zu tun haben.“

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Als Claudia Esser an einem Mediationskurs teilnahm und merkte, dass sie gut mit Konflikten umgehen und sie auch anderen Menschen helfen kann, ihre Konflikte zu lösen, stand für sie fest: „Das wird die Richtung sein, die ich einschlagen werde.“

Claudia Esser startet in ihre neue berufliche Zukunft

Sie vergleicht sich und ihren beruflichen Weg, den sie von da an gegangen ist, mit einem Radlader. Sie verkaufte 2014 ihre Anteile des gut laufenden Ingenieurbüros an ihren damaligen Geschäftspartner und ebnete sich ganz nach Art des obengenannten Radladers ihre berufliche Zukunft neu. Claudia absolvierte 2014 ein Jahr lang eine Ausbildung zur Wirtschaftsmediatorin in Köln und lernte sich dort selbst anders zu sehen und wahrzunehmen. „Auch habe ich meine kindliche Leidenschaft fürs Zeichnen wiederentdeckt und erstellte meine Präsentationen visuell mit selbst gezeichneten Bildchen.“

Während ihrer Ausbildung gab sie Kurse zum Thema „Visuelles Schreiben“ und ihr Ausbilder bestärkte sie darin, diesen Weg der Kommunikationssprache weiterzugehen. Die Illustratorin fährt fort. „Ich habe bis dato meine berufliche Zukunft nicht in der Illustration gesehen, aber nun sah ich diese positiven Erfahrungen als Sprungbrett in ein neues berufliches Leben.“

Claudia Esser, fröhlich, wie es auch ihre Illustrationen sind
Foto: Christian Sklenak

Die „manusfactur“

Claudia gründete ihre Firma „manusfactur“ und ihre Arbeiten, die sie sowohl noch herkömmlich mit dem Stift, als auch auf dem Tablett erstellt, wurden schnell zu Selbstläufern. Seitdem erstellt sie Flyer, Plakate und weiteres, anschauliches Bildmaterial für verschiedene Auftraggeber und verbindet deren Produkte mit ihren Zeichnungen. „Besonders freue ich mich, dass ich in ein europäisches Inklusivprojekt eingebunden bin und meine Präsentationen in andere Sprachen übersetzt werden“, ist Claudia zu Recht stolz auf ihre Arbeit.

Claudia Esser bereitet Corona oder die Geschichte Dorstens kindgerecht auf

Auch ihre Corona-Hamster wurden ins Französische übersetzt und erklären somit ebenfalls Frankreichs Schülern das Coronavirus. Die „Hamster-Serie“ begann mit einer Anfrage der Stadt, ob sie nicht ein kindgerechtes Plakat zum Thema Coronavirus erstellen könnte. Daraus entstanden die Corona-Hamster, die über die AHA-Regeln informieren, erklären, warum wir kein Toilettenpapier und keine Nudeln horten sollten und dass wir aufeinander achtgeben sollen. Alle Illustrationen und kurzen Texte hat die Dorstenerin dabei kindgerecht und gut verständlich gestaltet. Aufmerksam auf Claudia Esser als Illustratorin wurden viele Dorstener sicher auch durch die kleinen Bücher, die sie zu Texten von Claudia Jägering illustrierte. Nicht nur Kindern bringt hierbei die Lippe-Biber-Bande die Geschichte Dorstens näher. Herausgegeben werden die 32-seitigen Bücher vom Verein für Orts-und Heimatkunde Dorsten.

„Ich habe Dorsten lieben gelernt“

Trotz ihrer vielfältigen Arbeit hat die 47-Jährige immer noch Zeit für gemeinsame Unternehmungen mit ihrem Mann Thomas sowie ihren drei Kindern zwischen 4 und 14 Jahren. Zudem ist sie sehr aktiv in der Pfarrei St. Agatha als Vorsitzende des Pfarreirats. „Der Pfarreirat ist für die kreative Seite der Kirche zuständig. Wir schauen, wie wir uns präsentieren und möchten, dass Kirche positiv wahrgenommen wird“, erklärt Claudia. „Dass ich mich in Dorsten so engagiere, liegt auch daran, dass ich Dorsten lieben gelernt habe“, fährt die gebürtige Essenerin fort. „Dorsten entwickelt sich immer mehr und immer vorteilhafter“, sieht Claudia daher auch ihre jetzige Heimatstadt sehr positiv.

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