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Spendenaktion für die Ukraine

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Die Stadt Dorsten startet eine Spendenaktion für die Ukraine

Freier Wohnraum für Flüchtlinge kann online gemeldet werden. Sachspenden werden erst dann gesammelt, wenn es konkreten Bedarf gibt.

Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat die Welt verstört und eine weltweite Welle der Solidarität ausgelöst. Das ist in Dorsten nicht anders. In vielen Mails, die derzeit an die Stadtverwaltung und an Bürgermeister Tobias Stockhoff adressiert werden, stehen ähnliche Sätze: „Ich kann da nicht einfach nur zusehen.“ Oder: „Ich möchte etwas tun.“ Die Angebote reichen von Sachspenden bis hin zur Bereitschaft, Kriegsflüchtlinge privat aufzunehmen.

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Die Stadtverwaltung arbeite gerade intensiv daran, in Dorsten das Notwendige vorzubereiten, um Kriegsflüchtlinge aufzunehmen, sobald diese der Stadt zugewiesen werden und um weitere Hilfen zu koordinieren, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Stadt.

Wie die Dorstener Bürgerinnen und Bürger am besten helfen können:

Geldspenden:

Diese werden absehbar am dringendsten benötigt – sei es für akute Hilfen vor Ort in der Ukraine, die Unterbringung und Ausstattung von Flüchtlingen in Deutschland oder Wiederaufbauhilfen nach einem Ende der Kampfhandlungen. Die „Aktion Deutschland hilft“ hat die Konten bereits geöffnet.

Die Stadtverwaltung Dorsten hat am Montag zudem eine eigene Spendenaktion gestartet: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden gebeten, durch einen einfachen Gehaltsabzug Beträge zu spenden.

Dorstenerinnen und Dorstener können sich an dieser Aktion ebenfalls beteiligen. Spenden können eingezahlt werden an:

Stadt Dorsten
Sparkasse Vest
IBAN: DE 46 4265 0150 0010 0007 01
Verwendungszweck: „Ukraine-Hilfe“

Wer eine Spendenquittung wünscht, gebe auf der Überweisung bitte seine Postanschrift mit an.

Mit der Dorstener Spendenaktion sollen zum einen Flüchtlinge unterstützt werden, die hier ankommen. Zum anderen hat Dorstens polnische Partnerstadt Rybnik zwei Schwesterstädte in der Ukraine, die kleine Gemeinde Bar (17 000 Einwohner) und die Großstadt Iwano-Frankiwsk (220 000 Einwohner). Bürgermeister Tobias Stockhoff hat sich bereits mit Rybniks Stadtpräsident Piotr Kuczera in Verbindung gesetzt, eine gemeinsame Videokonferenz mit den Bürgermeistern der beiden ukrainischen Städte soll kurzfristig organisiert werden, um Bedarfe abzusprechen und Spenden aus Dorsten hier einzusetzen.

Aufnahme von Flüchtlingen:

Viele Flüchtende aus der Ukraine haben Verwandte in anderen europäischen Ländern und werden dort unterkommen. Aktuell ist nicht absehbar, wie viele Menschen tatsächlich den Städten zugewiesen werden. In Dorsten stehen aktuell über 100 Plätze zur Verfügung, das Sozialamt nimmt außerdem Kontakt mit großen Wohnungsgesellschaften auf, um im Bedarfsfall kurzfristig Wohnungen anmieten zu können. „2015 und 2016 ist es uns gelungen, kurzfristig viele hundert Menschen zu empfangen und angemessen unterzubringen. Das schaffen wir auch 2022“, sagt Bürgermeister Tobias Stockhoff.

Wer privat Flüchtende aufnehmen möchte, kann vorhandenen Wohnraum über ein Formular auf www.dorsten.de/ukraine melden. Bei Bedarf wird die Stadt Dorsten Kontakt aufnehmen.

Sachspenden:

Sachspenden werden derzeit noch nicht zentral angenommen, da der genaue Bedarf unbekannt sei. Sollten konkrete Sachspenden benötigt werden, werde die Stadt in Abstimmung mit Partnern die Sammlung und Verteilung koordinieren. Wer glaubt, gute Sachspenden zu haben, wird gebeten, diese zunächst zu Hause aufzubereiten (reinigen, nach Größe sortieren, handlich und geschützt verpacken, Verpackung beschriften) und zu lagern, damit Sachspenden im Bedarfsfall zielgerichtet und schnell abgerufen werden können. Wichtig ist, dass die Hilfe koordiniert erfolgt, damit nicht Dinge die Lagermöglichkeiten blockieren, die aktuell nicht benötigt werden.

Unterstützung von Flüchtlingen:

Das Sozialamt wird im Laufe des Frühjahrs einen Kurs für Integrationslotsen anbieten, die hier ankommende Flüchtende im Alltag begleiten und unterstützen. Wer sich für diese ehrenamtliche Tätigkeit interessiert und zu diesem Vorbereitungskurs eingeladen werden möchte, sende bereits jetzt eine Mail an [email protected] .

Private Hilfsaktionen in die Grenzregionen:

Von privat organisierten Spendentransporten oder Transfertouren, um Flüchtlinge abzuholen, raten alle staatlichen Stellen derzeit dringend ab. In dieser Krisensituation bedarf es eines abgestimmten, koordinierten und planbaren Vorgehens über den Bund, die Länder, die Bezirksregierungen bis in die Städte und Gemeinden. Das bürgerschaftliche Engagement soll dann in den Kommunen koordiniert werden, wenn Flüchtende hier ankommen.

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