Musik und Süßes für Kinder, statt Rosenmontagszug in Dorsten 2022 –
Eigentlich wäre heute der Rosenmontagszug durch Dorsten gerollt. Eigentlich! Corona jedoch machte zum zweiten Mal in Folge den Jecken einen Strich durch die Rechnung.
Hinzu sei der Krieg gekommen, betonte Rudi Haller, Vorsitzender des Festkomitees Dorstener Karneval. Niemanden der Aktiven hätte der Sinn nach einer großen Party gestanden, aber die Kinder haben in den letzten Monaten genug gelitten, so der Vorsitzende.

Um aber wenigstens den Kindern etwa Freude zu schenken, hatte sich das Festkomitee des Karnevalsvereins gemeinsam mit dem Holsterhausener Carnevals-Club (HCC) etwas einfallen lassen. Und das Wetter spielte mit und zeigte sich von seiner besten Seite. „Wenn heute eigentlich geplant der Rosenmontagszug stattgefunden hätte, wären tausende von Menschen dabei gewesen und wir hätten die Coronaschutzverordnung nicht einhalten können“, erklärte Haller. Über die zahlreichen Besucher sei auch er überrascht. Damit habe er nicht gerecht.

Maskenpflicht
Deshalb gab es auch ein Dankeschön an die Stadt Dorsten, die das ermöglicht habe. Im Hintergrund jedoch verfolgten zwei Ordnungshüter des Ordnungsamtes das Kinderspektakel genau. Denn für die Teilnahme an diesem Tag galt die Maskenpflicht. Beide freuten sich jedoch, dass sich Groß und Klein an die auferlegte Maskenpflicht hielten – ohne zu murren.

Stoppt Putins Krieg!
Vergessen wurde dennoch zwischen Bonbons, Spielen und Tanz nicht die aktuelle Lage in der Ukraine. Mit einem Schild „Stopp Putin’s Krieg“ setzten die Karnevalisten ein Zeichen für den Frieden.
Gestartet ist das Spektakel auf dem Marktplatz in der Altstadt mit dem Einrollen der Prinzenpaar – Kutsche. Pünktlich um 14.11 Uhr ertönten dann die ersten Klänge aus der Konserve, aufgelegt von Jürgen Lokies.

450 Euro für Süßes und weiteres Material
Dicht gedrängt standen die kleinen Jungen und Mädchen – verkleidet als Prinzessinnen, Cowboys, Aliens, Hexen und Clowns, vor dem Absperrband und warten darauf, dass es endlich Kamellen regnete. Und davon gab es reichlich. „Wir haben für rund 450 Euro Süßigkeiten und weiteres Material gekauft, bekamen aber auch noch Unterstützung von den Mercaden“, freute sich der 2. Vorsitzende vom HCK Eddi Demberg.

So richtig eingeheizt, dazu gehörte auch eine Polonaise über den Marktmarkt, wurde das Kinderspektakel durch den ersten Vorsitzenden des Holsterhausener-Carnevals Clubs Robert Keiner, der es bestens Verstand, die kleinen Jecken zum Mitmachen zu begeistern.
„Bühne frei“ hieß für das Tanzmariechen Guilena von der Dorsten Kindertanzgarde des HCC. Hier konnte wenigstens kurz die kleine Tänzerin zeigen, wofür sie die letzten Monate geübt hatte.
Trotz der ausgelassen Fröhlichkeit bei den Kindern, rückte der Krieg nicht in den Hintergrund. „Wir dürfen nicht vergessen, mitten in Europa findet zurzeit ein Krieg statt. Wir hoffen, dass bald wieder Frieden eintritt“, so Haller. Dies sei auch der Grund gewesen, dass die Veranstaltung nur auf eine Stunde begrenzt wurde.
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