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Dorstener Firma fährt Hilfsgüter in die Ukraine

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Foto: Sonja Gretkowski

Die MW-Service GmbH hat am Donnerstag, 3. März, eine LKW-Ladung gesammelter Hilfsgüter nach Stettin zur ukrainischen Botschaft gesendet.

Seit über einer Woche herrscht Krieg mitten in Europa. Die schrecklichen Bilder von Familien in Metrostationen und zerstörten Häusern in der Ukraine lassen wohl kaum einen unberührt. In Dorsten hat dies eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst.

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Aufruf über Social Media

Auch Marcel Wengrzyk, Geschäftsführer der Firma MW-Service hat dieses Leid nicht los gelassen. Kurzerhand hat er über die Sozialen Medien einen Sachspendenaufruf gestartet: „Wir haben am Sonntag über Facebook und Instagram den Aufruf gestartet. Außerdem haben wir auch unsere Kunden angesprochen und von der Aktion erzählt.“

Glücklich über die Mithilfe erklärt Wengrzyk, dass sein Vater mit einigen Freunden nach Polen fahren wollte: „Ursprünglich wollten sie mit zwei Transportern nach Polen fahren, aber aus der anfänglich kleinen Idee, ist etwas großes entstanden.“

Zahlreiche Spenden wurden von Privatleuten und Firmen abgegeben.
Foto: Sonja Gretkowski

Solidarität und Mitgefühl

Vor der KFZ Meisterwerkstatt und dem Versicherungsmaklerbüro haben sich zahlreiche Spenden angesammelt. Privatpersonen, sowie einige Firmen haben Kleidung, Decken, Hygiene-Artikel und weitere Spenden abgegeben um ihre Solidarität und Mitgefühl mit der Ukraine zu bekunden. Auch in den Lagerhallen der Firma haben sich bereits einige Spenden angesammelt. Am Freitag und am Sonntag sollen noch weitere Spenden zur ukrainischen Botschaft geschickt werden.

Marcel Wengrzyk, der Familie und Freunde in Polen hat, hat sich zuvor über genau diese erkundigt was vor Ort gebraucht wird. „Wir haben Freunde vor Ort, die Kontakt zu der Botschaft haben. Wir haben eine Liste erhalten, mit Dingen die dringend gebraucht werden“, erwähnt der Geschäftsführer. Für die Koordination der Sachspenden auf dem Firmengelände sorgen neben dem Tagesgeschäft auch die Mitarbeiter. Marcel Wengrzyk steht unter Dauerstrom: „Ich werde aktuell an jeder Ecke gerufen“, sagt der Dorstener und läuft zu einem Auto eines Kunden, welches auf das Firmengelände rollt.

Speditionsfirma stellt LKW zur Verfügung

Die Hilfsgüter werden in den LKW verladen.
Foto: Sonja Gretkowski

Immer wieder kommen Autos an, die Spenden abliefern. Eine Kundin, die ihre Spenden abgibt, bedankt sich mehrfach für das Engagement und die Organisation dieser Aktion. Darüber hinaus findet sie die Aktion gut und freut sich, dass sie selbst auf diese Weise einen Beitrag leisten kann.

Als ein langer LKW eintrifft, sind Marcel Wengrzyk und seine Mitarbeiter überrascht: Sie wussten zwar, dass sie einen 40 Tonner beladen würden, aber über die Länge des LKWs staunten sie nicht schlecht. Der LKW wird ihnen für die Aktion von einer Speditionsfirma zur Verfügung gestellt.

Eine Strecke von knapp 700 Kilometer haben die Hilfsgüter nun vor sich bis diese in Stettin ankommen und hoffentlich den Menschen helfen, die in der Flucht vor dem Krieg alles hinter sich lassen mussten.

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