StartPolizei - FeuerwehrUnfallbericht 2021: Hälfte der Verletzten in Dorsten waren Radfahrer

Unfallbericht 2021: Hälfte der Verletzten in Dorsten waren Radfahrer

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In Dorsten war bei rund jedem zweiten Unfall ein Radfahrer beteiligt. (Symbolfoto)

Das Polizeipräsidium Recklinghausen hat am Montag den Verkehrsunfallbericht für das vergangene Jahr vorgestellt. Viele Zahlen sind wegen der Pandemie gesunken. In Dorsten war bei rund jedem zweiten Unfall mit Verletzungen ein Radfahrer beteiligt.

Schon bei der Präsentation der 2020er Zahlen im vergangenen Jahr war klar, dass die Pandemie große Auswirkungen auf das Unfallgeschehen im Kreis Recklinghausen gehabt hatte. Für den Unfallbericht 2021 war das in abgemildeter Form weiterhin zu beobachten.

Insgesamt kamen 2021 im Kreis Recklinghausen zehn Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, davon niemand in Dorsten.

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Weniger Schulwegunfälle

So gab es zum Beispiel vergleichsweise wenige Schulwegunfälle, da wochenlang der Präsenzunterricht ausgefallen war. Im gesamten Jahr verzeichnete die Polizei im Kreis nur zwölf solcher Unfälle, während es 2019 noch 59 waren. Das sei zwar ein erfreulich niedriger Wert, aber dennoch werde die Polizei weiterhin Vorsorgeaktionen durchführen. „Präventionsarbeit und Schulwegsicherung durch regelmäßige Kontrollen bleiben daher wichtige Aufgabengebiete der Polizei“, betonte Polizeidirektor Martin Kirchner, Leiter der Direktion Verkehr.

Mehr Unfälle mit Pedelecs und Elektrorollern

Auffällig war auch die Auswirkungen moderner Technik auf die Unfallzahlen bei Zweiradfahrern. So blieben die Unfallzahlen bei den Radfahrern ungefähr gleich (650 zu 651 im Jahr 2020), aber der Anteil von elektrisch unterstützten Rädern stieg dabei deutlich an. So waren vergangenes Jahr 206 Verunglückte auf dem Elektrorad unterwegs, während es 2019 nur 114 waren. Auch hier will die Polizei mit Schulungen nachhelfen. Gleiches gilt bei den immer beliebter werdenden Elektrorollern, die im vergangenen Jahr zu mehr Unfällen geführt hatten.

Motorräder, Handies, Tuningszene

91 Kradfahrer wurden im vergangenen Jahr bei Unfällen verletzt. Das waren 34 weniger als im Vorjahr. Auch hier setzt die Polizei ihre Strategie fort, Motorradfreunde für die speziellen Gefahren ihres Hobbies zu sensibilisieren. Bei der Tuningszene setzt die Polizei hingegen weiterhin auf regelmäßige Kontrollen. Gleiches gilt bei der immer noch häufigen Ablenkung durch Mobiltelefone am Steuer – auch darauf wirft die Polizei ein Auge.

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen und Polizeidirektor Martin Kirchner, Leiter der Direktion Verkehr.

Situation in Dorsten

In Dorsten war es 2021 zu insgesamt 2033 Unfällen gekommen. Dabei wurden 209 Personen verletzt, davon 45 schwer. Über die Hälfte der Verletzten (112) waren Radfahrer (96) und Fußgänger (16). Insgesamt wurden 20 Kinder verletzt. Damit sind die Zahlen im Vergleich zu 2020 etwas gestiegen, aber noch nicht auf dem Niveau der vorigen Jahre angekommen.

Fast zwei Drittel der Unfälle in Dorsten gingen auf immer die gleichen Ursachen zurück: Unachtsamkeit beim Abbiegen oder Wenden, sowie Fehler bei der Vorfahrt. Geschwindigkeit spielte hingegen kaum eine Rolle. Auch interessant: In rund 10 Prozent der Unfälle war falsches Verhalten der Autofahrer gegenüber Fußgängern die Hauptursache, aber das Fehlverhalten von Fußgängern in nur knapp zwei Prozent.

Ein ständiges Ärgernis bleiben auch in Dorsten Fahrerfluchten nach Unfällen. So entfernten sich 424 Personen unerlaubt vom Unfallort – 13 sogar dann, wenn es Verletzte gegeben hatte. Der Polizei gelang es ziemlich oft, die Fälle dennoch zu lösen – insbesondere nach Personenschäden.

Der komplette Bericht zum Nachlesen

Der Bericht ist auch online auf den Seiten der Polizei Recklinghausen abrufbar. Hier geht es zum gesamten Verkehrsunfallbericht 2022.

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