StartGesundheitCovid-19Impfangebote für Flüchtlinge aus der Ukraine

Impfangebote für Flüchtlinge aus der Ukraine

Veröffentlicht am

Mobile Impfungen, kommunale Impfstellen und Arztpraxen sind Anlaufstellen

Der Kreis Recklinghausen sieht verschiedene Wege vor, um Geflüchteten wichtige Impfungen zu ermöglichen.

Die Impfung gilt in Deutschland – nicht erst seit der Coronapandemie – als eine der effektivsten und wichtigsten Präventionsmaßnahmen, um die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu verhindern.  Aus diesem Grund sollen wichtige Impfungen auch kurzfristig für Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind, angeboten werden. Der Kreis Recklinghausen sieht verschiedene Wege vor, um Geflüchteten wichtige Impfungen zu ermöglichen.

Anlaufstellen für Impfungen

„Grundsätzlich gelten die bekannten Anlaufstellen für Impfungen auch für Geflüchtete“, erklärt Patrick Hundt, Leiter der koordinierenden COVID-Impfeinheit des Kreises Recklinghausen. „Dazu zählen in erster Linie die Arztpraxen und natürlich die kommunalen Impfstellen.“

Ergänzend dazu schickt der Kreis Recklinghausen mobile Impfteams in Absprache mit dem jeweiligen Träger in die zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE). „Es ist bereits abgestimmt, dass wir beispielsweise die ZUE in Marl für gesammelte Impfungen aufsuchen werden. In Dorsten liegt die ZUE so nah am Impfzentrum, dass wir uns entschieden haben, dort eigene Zeitfenster für die Geflüchteten einzurichten.“ Auch in den Unterkünften der Städte können mobile Impfaktionen durchgeführt werden. Dazu befinde sich der Kreis in Absprache mit den Kommunen, so Hundt.

Anzeige
Anzeige von Ohrwerk Hörgeräte: Fit im Ohr. Fit für den Alltag.

Weitere Impfungen

Der Kreis Recklinghausen hält es außerdem für notwendig, die Kriegsflüchtlingen neben der Corona-Schutzimpfung mit weiteren Impfungen zu versorgen. Dazu zählen

  • der 4-fach-Impfstoff gegen Tetanus (Wundstarrkrampf),
  • Diphtherie,
  • Kinderlähmung (Poliomyelitis)
  • Keuchhusten (Pertussis) sowie
  • die Impfung gegen Masern.

Wie genau dies umgesetzt werden kann, wird derzeit geklärt.

„Impfungen haben im vergangenen Jahrhundert dafür gesorgt, dass bestimmte Krankheiten in Deutschland nicht mehr oder nur noch sehr selten auftreten. Sie haben darüber hinaus denjenigen einen Schutz geboten, die ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben“, erklärt Hundt. Darum sei es essentiell, dass man sich neben Themen wie Unterbringung und Betreuung auch möglichst früh um die Gesundheit und Impfung der Flüchtlinge aus der Ukraine kümmere.

Neuer WhatsApp-Kanal

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal unter https://bit.ly/dorstenonline für aktuelle Infos. Wir bieten lokale Nachrichten, Event-Infos, Polizeimeldungen und mehr.

NEUSTE ARTIKEL

Östricher Bürgerforum sucht Talente für den Dorstener Kultursommer

Musik, Comedy, Theater oder Tanz: Beim Dorstener Kultursommer haben Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, ihr Können vor Publikum zu präsentieren. Das Östricher Bürgerforum lädt am...

Mehr Personal an NRW-Schulen: Höchster Zuwachs seit über 40 Jahren

Die Personalausstattung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Schulministeriums arbeiten heute rund 12.600 Menschen mehr an den Schulen...

Dorsten setzt Strategie gegen Eichenprozessionsspinner fort

Dorsten setzt 2026 weiter auf feste Prioritäten und den digitalen Raupenmelder gegen Eichenprozessionsspinner.

Raub am Bahnhof Dorsten: Polizei sucht zwei Tatverdächtige mit Öffentlichkeitsfahndung

Nach einem Raub am Dorstener Bahnhof sucht die Polizei mit einer Öffentlichkeitsfahndung nach zwei bislang unbekannten Tatverdächtigen. Sie sollen am Nachmittag des 22. Februar 2026...

Klick mich!