StartLokalesKreis RecklinghausenHöhenretter-Übung am Windrad auf der Halde Hoppenbruch

Höhenretter-Übung am Windrad auf der Halde Hoppenbruch

Veröffentlicht am

Monteur aus 97 Metern Höhe abgeseilt und wird von den Rettungskräften der Feuerwehr in luftiger Höhe erstversorgt

Die Übung am Windrad in Herten war Teil der Übungswoche für speziell geschulte Feuerwehrleuten. Aktuell sind es 35 Einsatzkräfte, die sich freiwillig für diese Aufgabe gemeldet haben.

Kreis (pd). Ein Monteur hat bei Arbeiten am Windrad auf der Halde Hoppebruch im Hertener Süden einen Unfall in 97 Metern Höhe.

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Nun hängt er schwer verletzt und in luftiger Höhe in seiner eigenen Sicherung fest. Herabsteigen ist nicht mehr möglich. Eine schwierige Situation – und ein klarer Fall für die Höhenrettungsgruppe des Kreises Recklinghausen.

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Ein verletzter Monteur wird aus 100 Metern Höhe durch die Höhenretter des Kreises Recklinghausen abgeseilt. © Hertener Stadtwerke

Die Höhenretter der Feuerwehren

Zum Glück ist das beschriebene Szenario eine Übung. Windenergieanlagen-Hersteller Enercon, die Ruhrwind Herten GmbH als Betreiber der Windkraftanlage und die Höhenretter der Feuerwehren aus dem Kreis Recklinghausen hatten diese Übung gemeinsam verabredet. Denn im Ernstfall gilt es, vorbereitet zu sein. Dann muss jeder Handgriff sitzen und sich einer auf den anderen verlassen können. Bei solchen Einsätzen sind Flexibilität und Kreativität der Einsatzkräfte gefragt. In oder an einer Windenergieanlage haben sie andere Bedingungen als an einem Riesenrad oder an einem Hochregallager.

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Die beengten Verhältnisse im Innern der Windenergieanlage lassen den Einsatzkräften nicht viel Raum für die Erstversorgung von Verletzten. © Hertener Stadtwerke

Beengte Verhältnisse für Höhenretter

Anfang April ging es für die Höhenretter durch die beengten Verhältnisse im Innern der Windenergieanlage hinauf bis in die Rotornabe, an der die drei Rotorblätter befestigt sind. „Im Innern hat man sehr wenig Raum, darum sind die Abläufe anders als bei den sonst üblichen Einsätzen“, beschreibt Michael Dolega eine der Besonderheiten des Übungseinsatzes. „Wenn ein solcher Fall eintritt, müssen wir zügig arbeiten“, erklärt der hauptamtliche Feuerwehrmann aus Marl.

Das funktioniert bei der Übung wie erhofft. Der Monteur wird von den Rettungskräften in luftiger Höhe erstversorgt und mit einer speziellen Trage an der Außenseite der Windkraftanlage zu Boden gelassen. An dieser Stelle würde bei einem tatsächlichen Einsatz ein Team vom Rettungsdienst die weitere Versorgung der verletzten Person übernehmen.

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© Hertener Stadtwerke

Hoch konzentriert

Die Beobachter von Enercon und Ruhrwind Herten waren beeindruckt von dem, was die Höhenretter geleistet haben. Sie seien hoch konzentriert und in ständigem Austausch gewesen, damit alles so zügig und sicher wie möglich verlaufen kann, hieß es im Anschluss.

Für die Höhenrettungsgruppe selbst zieht Michael Dolega ebenfalls ein positives Fazit: „Es ist für uns nicht selbstverständlich, dass wir in einer solchen Windkraftanlage üben können. Umso besser, dass tatsächlich alles gut geklappt hat. Wir haben ein gut eingespieltes Team, das kann im Ernstfall Leben retten.“

Hintergrundinformation:
Die Höhenrettergruppe des Kreises Recklinghausen ist eine Gruppe aus speziell geschulten Feuerwehrleuten. Aktuell sind es 35 Einsatzkräfte, die sich freiwillig für diese Aufgabe gemeldet haben. Sie kommen aus verschiedenen Löschzügen der Feuerwehren im Kreis Recklinghausen. Üblicherweise üben die Höhenretter zweimal im Monat. In diesem Jahr gibt es ganze Übungswochen. Die Übung am Windrad in Herten war Teil dieser Übungswoche.

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