Die Energiespar-Maßnahmen der Bundesregierung stellen auch die Stadt Dorsten vor eine Herausforderung. Dabei sind einige Sparmöglichkeiten bereits jetzt ausgeschöpft, etwa beim Atlantis.
Die Bundesregierung hat die „Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen“ erlassen, die ab dem heutigen Donnerstag Energieeinsparungen für Privatleute, Unternehmen und öffentliche Gebäude anordnet (mehr dazu hier). Dorsten spart Energie allerdings schon seit einigen Jahren an vielen Stellen.
Heizungen werden runtergeregelt
Vier dieser Sparmaßnahmen betreffen auch die Stadt Dorsten und ihre Gebäude:
1. Verbot der Beheizung von Gemeinschaftsflächen – dies sind insbesondere Flure und Treppenhäuser.
2. Höchstwerte für die Lufttemperatur in Arbeitsräumen – nach Verordnung gelten 19 Grad bei überwiegend sitzender Tätigkeit.
3. Trinkwassererwärmungsanlagen wie Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher sind auszuschalten, soweit sie überwiegend dem Händewaschen dienen.
4. Die Beleuchtung von Gebäuden und Baudenkmälern ist abzuschalten.
Die Einsparungen sollen kurzfristig umgesetzt werden.
Dorsten hat nur wenige dekorative Lichtstrahler im Betrieb
Während die Maßnahmen 1 bis 3 vor allem verwaltungsintern wirken, hat Maßnahme 4 größere öffentliche Bedeutung. Die Stadt unterhält allerdings nur wenige Strahler, die allein dem „Effekt“ dienen. Beleuchtung, die etwa auch der Verkehrssicherheit oder der Gefahrenabwehr dient, darf nach den neuen Regeln weiterhin betrieben werden. Nach erster Einschätzung ist dies insbesondere bei der Beleuchtung des Parks am Ehrenmal Westwall der Fall.
Strahler am Museum und in der Innenstadt bleiben aus
Abgeschaltet werden können hingegen die Beleuchtung des Jüdischen Museums sowie die Spots in der Innenstadt, die prägnante Gebäude und Elemente in Szene setzen. Hierzu gehören zum Beispiel das Glockenspiel und die Joseffigur, das Stadtmodell und die Marienstatue oder auch die Brunnen. Die Stadt prüft nun weitere mögliche Einsparungen.
Straßenbeleuchtung kaum noch zu reduzieren
Die Straßenbeleuchtung wurde bereits mit dem Haushaltssanierungsplan 2012 auf das für die Verkehrssicherung notwendige Mindestmaß reduziert. Der Verzicht auf das zweite Leuchtmittel in vielen Laternen wurde seinerzeit mit einer Einsparung von rund 60 000 Euro jährlich beziffert. Eine weitere Reduzierung der Straßenbeleuchtung ist aus Gründen der Verkehrssicherheit allenfalls noch in Einzelfällen möglich.
Atlantis hat kaum noch Einsparpotential
Das Freizeitbad Atlantis hat bereits zu Sommerbeginn Einsparpotenziale weitgehend ausgeschöpft. Die Zahl der genutzten Lichtquellen im Bad ist auf die Hälfte gesunken und die markante Kuppelbeleuchtung bleibt nach Betriebsschluss dunkel.




























