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Archiv über Barkenberg

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Seit 30 Jahren sammelt Christian Gruber Literatur zu seinem Stadtteil Barkenberg. Nun eröffnet er das Barkenberg Archiv.

Christian Gruber ist vielen Bürgern in Dorsten bekannt. Er arbeitete lange Zeit Bibliothekar in der Bibi am See, war aber außerdem in Dorsten an der Stadtbibliothek im Einsatz. Daneben betreibt Gruber seit 2006 das Onlineportal Wulfen Wiki. Wo er Wissenswertes und Aktuelles zu Alt-Wulfen und Barkenberg zusammen trägt. Nun führt er das Archiv zur Neuen Stadt Wulfen.

Doch seit dem letzten Monat steht das Barkenberg Archiv interessierten Besuchern offen. In den 80er-Jahren sind junge Architekturstudenten in die Bibliothek gekommen, um Literatur über Barkenberg zu finden. Zu dieser Zeit sagt Gruber: „Waren nur drei bis vier Bücher gegeben“. Dies war der Ausschlag für ihn nach weiterer Literatur zum Stadtteil zu suchen. Schnell war der fachliche Ehrgeiz, bei ihm eine komplette Sammlung in der Bilbiothek zu haben.

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Mittlerweile hat es sich rumgesprochen, dass das Archiv existiert. Es erhält regelmäßig Sachspenden von Bürgern, die Bücher aber auch spannende Exponate übergeben. So ist etwa aus dem Stimmen und Steine Projekt im August dieses Jahres die große angefertigte Karte von Gesamt-Wulfen nun Anteil der Sammlung.

Gerhard Sixtus in Barkenberg

Ein bedeutsamer Teil von Unterlagen von Gerhard Sixtus fand den Weg diesen Sommer in die Räume des Archivs. Sixtus war Architekt und studierte bei Professor Fritz Eggeling und war maßgeblich bei der Planung und Bau der Neuen Stadt Wulfen beteiligt. Das Besondere an Sixtus ist, dass er seinem Projekt treu blieb und am 1972 selbst in den neuen Stadtbereich zog, bis er 2020 hier gestorben ist. Die überlassenen Unterlagen werden nun schrittweise durchgearbeitet und so geordnet der Sammlung zugeführt.

Teile der Sixtus Sammlung zur Neuen Stadt Wulfen. Foto: Alexander Fichtner

Das Archiv soll interessierten Bürgern einen tiefen Einblick in die Geschichte Barkenbergs geben. Gruber sagt: „Es soll im Stadtteil bleiben“ und nicht in einem Bauarchiv außerhalb der Stadt. Dadurch würde auch ein lokales Bewusstsein geschaffen, das die Bürger mit dem Ortsteil verbindet. Dies könnte den Fluchttendenzen entgegenwirken und Barkenberg für jüngere Menschen wieder attraktiver machen.

Das Barkenberg-Archiv ist nach Absprache nutzbar. Christian Gruber ist mittwochs von 15 bis 17 Uhr im Archiv in der Bibi am See vor Ort anzutreffen.

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